Über die Postbank

Die Anfänge der Postbank gehen bis ins Jahr 1909 zurück, als die Reichspost mit Postscheckämtern den bargeldlosen Zahlungsverkehr einführte. Durch das Poststrukturgesetz 1990 und die Aufteilung der Deutschen Bundespost in drei Unternehmen wird die Postbank ein eigenständiges Geldinstitut. Im November 2010 erfolgte dann die Übernahme durch die Deutsche Bank, die zuvor bereits eine Minderheitsbeteiligung hielt. Diese führt die Postbank mit ihren 12,5 Millionen Kunden unter dem bekannten Namen weiter. Seit Mitte Mai 2020 firmiert die Postbank als eine Niederlassung der Deutsche Bank AG. Schwerpunkt der Postbank sind Privatkunden, für die sie einfache und preiswerte Lösungen offerieren will. So führte die Postbank als erste bundesweit tätige Bank 1998 das kostenlose Girokonto ein. Mehr als 3.500 Partnerfilialen der Deutschen Post und etwa 800 eigene Filialen stehen den Kunden heute zur Verfügung.

Für Privatkunden stehen 5 verschiedenen Girokonten zur Auswahl. Das Postbank Giro direkt ist ein reines Online-Konto mit einer geringen Kontoführungsgebühr. Für Studenten und Auszubildende ist die Kontoführung kostenlos. Beleglose Überweisungen und eine Girocard sind inklusive. Ab 22 Jahren kann das Postbank Giro plus als Enzel- oder Gemeinschaftskonto eröffnet werden. Das Standard-Konto der Postbank ist etwas teurer. Dafür ist die Kreditkarte im ersten Jahr kostenfrei und beleghafte sowie telefonische Überweisungen sind günstiger als beim Direkt-Modell. Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 7 und 22 Jahren gibt es das Postbank Giro start direkt ohne monatliche Grundgebühr. Alle Überweisungen, egal ob beleglos oder beleghaft, sind enthalten. Auf Wunsch kann ab 14 Jahren eine Visa Prepaid Kreditkarte bestellt werden, die im 1. Jahr gebührenfrei ist. Das Premium-Konto heißt Postbank Giro extra plus. Ab 3.000 € monatlichen Geldeingang zahlen Sie keine Kontoführungsgebühren. Im Gegensatz zu den anderen Girokonten können Sie in €-Ländern gebührenfrei Bargeld abheben, erhalten Rabatt auf die Visa Card Gold und bekommen günstigere Dispozinsen. Das Postbank Giro Basis ist das Guthabenkonto der Postbank für Personen, die bisher kein Girokonto erhalten konnten. Es hat einen monatlichen Grundpreis. Dafür sind beleglose Buchungen und eine Girocard inklusive.

Für alle 5 Konten gilt: Sie können in Deutschland mit der Girocard an 9.000 Cash Group Automaten, an ausgewählten Cardpoint Automaten mit Postbank Logo und an 1.300 Shell Tankstellen gebührenfrei Bargeld abheben. Zudem sind Bareinzahlungen in allen Filialen der Postbank kostenlos. Das Postbank Tagesgeld steht nur den Inhabern eines Girokontos zur Verfügung.

Geschäftskunden können zwischen 3 Geschäftskonten wählen, bei denen aktuell für die ersten 6 Monate der Grundpreis entfällt: Beim Postbank Business Giro richtet sich die monatliche Grundgebühr nach dem Durchschnittsguthaben auf dem Konto. Wie bei den anderen Business-Konten ist eine Girocard gratis. Je Buchungsposten fällt eine höhere Gebühr an. Das Postbank Business Giro aktiv ist etwas teurer, hat dafür aber einen geringeren Buchungspostenpreis. Auch die Kreditkarten sind günstiger. Das teuerste Modell ist das Postbank Business Giro aktiv plus. Der niedrigste Preis für die Buchungsposten rechnet sich aber nur bei deutlich mehr als 100 Buchungen im Monat.

Die Einlagen der Kunden sind über die gesetzliche Einlagensicherung und den freiwlligen Einlagensicherungsfonds bis zu 1,24 Milliarden Euro abgesichert.

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Ihre Fragen und Kommentare zur Postbank

Liebes Kontofinder-Team, diese "zusätzliche Einlagensicherung" (erstmalig auf Ihrer Internet-Site gefunden) hat auch mich bewogen, bei der Postbank ein Konto zu eröffnen. Leider kann ich jetzt als Postbank-Kunde dort nirgends einen Beleg für (a) die beschriebene zusätzliche Einlagensicherung und (b) deren Höhe von bis zu 1,24 Mrd. € je Anleger finden. Könnten Sie mich eventuell auf die direkte Quelle verweisen?

von A. Strauss

Kontofinder-Team:

Die Angabe zur zusätzlichen Einlagensicherung ergibt sich durch die freiwillige Mitgliedschaft der Postbank im Bundesverband deutscher Banken BdB. Hierüber sind Kundengelder in einer Höhe von aktuell 15 % des haftenden Eigenkapitals der Bank abgesichert. Ab 01.01.2023 wird die Sicherungsgrenze bei 5 Mio. € je Kunde liegen.

Mein gesamtes Vermögen bei der Postbank ist gesetzlich mit 100.000€ gesichert. Desweiteren ist eine zusätzliche Einlagensicherung in Höhe von bis zu 1,24 Mrd. € je Anleger angegeben. Tritt die zusätzliche Einlagensicherung automatisch in Kraft, oder muss man sich da eintragen lassen, um diese Sicherheit zu bekommen?

von Thalheim Gabriele

Kontofinder-Team:

Die zusätzliche Absicherung tritt automatisch in Kraft, wenn es zu diesem Fall kommen sollte. Sie müssen sich nicht registrieren. Das Kontoguthaben kann Ihnen bei der Postbank ja zweifelsfrei zugeordnet werden. Beachten Sie bitte, dass bei der zusätzlichen (freiwilligen) Absicherung kein rechtlicher Anspruch besteht.

Werden Postbank und Norisbank im Hinblick auf die Entschädigung als zwei Kreditinstitute behandelt oder nur als ein Kreditinstitut, weil sie beide zur Deutschen Bank gehören? Wenn ich also bei beiden Banken je 100.000 € angelegt habe, bekomme ich im Konkursfall beider Banken 2x 100.000 € oder nur 1x 100.000 €?

von Hildebrandt

Kontofinder-Team:

Im Hinblick auf die Einlagensicherung werden die Postbank und Norisbank als eigenständige Kreditinstitute betrachtet, so dass Sie in Ihrem Beispiel 2x 100.000 Euro bekommen würden. In unserem Ratgeber zur Einlagensicherung finden Sie weiter unten eine Tabelle, in der die abgesicherten Beträge übersichtlich aufgeführt sind.