Bitcoins vom Girokonto aus tauschen

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Ab sofort können Kunden der Fidor-Bank ihr Girokonto mit dem Online-Marktplatz „Bitcoin.de“ verbinden. Ziel ist es, den Transfer von Geld zwischen Nutzern zu erleichtern.

Was sind Bitcoins? Eine demokratische Währung Was hat die Fidor Bank damit zu tun?

Bitcoins über das Girokonto tauschen

Was sind Bitcoins?

Bei Bitcoins handelt es sich um eine digitale Währung. Das bedeutet, dass diese Währung keine Scheine und keine Münze kennt. Sie ist vielmehr eine künstliche Schöpfung und setzt sich zusammen aus den beiden englischen Lehnwörtern „Coin“ für Münze und „Bit“ für die kleinstmögliche Speichereinheit des Computers.

Auf Börsen wie „Bitcoin.de“ können Nutzer die Bitcoins kaufen oder Waren ähnlich einem Auktionshaus zum Verkauf anbieten und als Bezahlung Bitcoins akzeptieren. Die Bitcoins werden in sogenannten Wallets, digitalen Bitcoin-Brieftaschen gelagert, auf die ein Nutzer via PC oder Smartphone zugreifen kann. Ende August 2013 überschritt der Wert aller im Umlauf befindlichen Bitcoins die Marke von 1,5 Milliarden US-Dollar. Im April 2017 sind es mittlerweile über 21 Milliarden US-Dollar.

Bitcoins sind jedoch nicht in unbegrenzter Zahl verfügbar. Es wird insgesamt maximal 21 Mio. Bitcoins geben. Ähnlich einem Fahrzeugbrief werden alle Transaktionen signiert und in Blöcken über ein Bitcoin-Netzwerk weitergegeben. Der Sender von Bitcoins verfügt über einen privaten Schlüssel, mit dem er sich gegenüber des gemeinsamen, öffentlichen Buchungssystems, der Blockkette, ausweisen kann. In dieser Blockkette werden alle Buchungen des Netzwerkes gespeichert.

Durch das sich anschließende "Mining" werden die wartenden Transaktionen bestätigt. Dabei werden hochkomplexe mathematische Berechnungen von High-End-Computern durchgeführt, die die Sicherheit und Kryptographie des Netzwerkes garantieren sollen. Miner erhalten für jede verbuchte Transaktion Belohnungs-Bitcoins, weshalb einige Nutzer, auch "Goldschürfer" genannt, sich auf diesen Prozess spezialisiert haben.

Jedoch kommt es beim Mining stark darauf an, wer schneller ist. So kann es passieren, dass ein User stundenlang arbeitet, ohne einen einzigen Block zu produzieren. Mining ist also eine sehr schwierige und aufwändige Prozedur, für die ganze Rechnernetzwerke mit Hochleistungs-Grafikkarten benötigt werden.

  1. Bitcoins sind digital - sie existieren nicht als Hartgeld
  2. Die Berechnung und Übertragung erfolgt durch Hochleistungsnetzwerke
  3. Den Prozess, mit dem Transaktionen verbucht und bestätigt werden, bezeichnet man als "Mining". Hierbei werden neue Blöcke erzeugt und zur Blockkette hinzugefügt. So kommen auch neue Bitcoins in Umlauf

Eine demokratische Währung

Im Gegensatz zu jeder anderen Währung bzw. Devise sind die Bitcoins dezentral. Keine Bank oder andere Finanzinstitution und auch kein Staat hat somit ein Monopol auf diese Währung. Stattdessen wacht die Non-Profit-Organisation „Bitcoin Foundation“ über den Algorithmus. So kann der Wert von Bitcoins nicht verfälscht werden und richtet sich nach der freien Wirtschaft. Darüber hinaus garantiert der Handel über Bitcoin-Börsen die Anonymität ihrer Benutzer.

Allerdings bergen gerade diese Vorteile auch Raum für kriminelle Geschäfte. Insbesondere die Möglichkeit, Deals unerkannt abzuwickeln, wirken äußerst anziehend auf dubiose Parteien. Allerdings laufen auch etliche legale Geschäfte über das erfolgreiche Netzwerk ab. Zugute kommt den Börsen, dass sich durch das oben beschriebene System sämtliche Bitcoin-Transaktionen öffentlich einsehen lassen. Dies soll u.a. Doppelausgaben verhindern.

Was hat die Fidor Bank damit zu tun?

Kunden, die ein Girokonto bei der Fidor Bank haben, müssen sich nicht extra auf dem Bitcoin-Marktplatz registrieren, sondern können dank des „Express-Handels“ unkompliziert Überweisungen tätigen. Der Vorteil im Vergleich zu einer normalen Bitcoin-Mitgliedschaft: Das Geld der Kunden verbleibt bei der Fidor-Bank und ist durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. In der Vergangenheit gingen zahlreiche Bitcoin-Börsen Pleite und mit ihnen auch die Nutzer. Diese Gefahr ist für Girokonto-Inhaber der Fidor Bank weitaus geringer.

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