5 Dinge, die Sie beim Vermögensaufbau beachten sollten

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Viele Menschen wünschen sich mehr Geld auf dem Konto. Doch irgendwie will das nicht so recht klappen. Da wundert sich der Gutverdiener, warum am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig ist, während ein Bekannter in Teilzeit es schafft, beständig etwas zur Seite zu legen. Wie kann das sein? 5 wichtige Dinge, die Sie über den Vermögensaufbau wissen sollten.

1. Geduld 2. Disziplin 3. Gesunde Skepsis 4. Wissen 5. Erfahrung Fazit

1. Geduld

Vermögensaufbau funktioniert nicht von heute auf morgen. Ein klassischer Fehler ist es zum Beispiel, euphorisch mit einem viel zu strengen Sparplan vorzugehen, sich etwa zu sagen: „Ab heute lege ich 50 % meines Einkommens zur Seite“. Das funktioniert genauso wenig wie eine Von-Null-auf-Hundert-Diät.

Plötzlich wird Geld fehlen, da Fixkosten, aber auch unerwartete Sonderausgaben (kaputte Geräte, neue Kleidung etc.) nicht bedacht wurden. Die Folge davon ist Frust und schnell hat der tolle Sparplan sich zerschlagen. Der Jojo-Effekt der Finanzen setzt ein. Versuchen Sie stattdessen, 10 % Ihres Einkommens zur Seite zu legen, wie es der Finanzbuchautor George S. Clason empfiehlt. Dieses Vorhaben ist weitaus realistischer und schneidet nicht derart heftig in ihr Budget.

2. Disziplin

Haben Sie sich dafür entschieden, den Vermögensaufbau anzugehen, brauchen Sie neben Geduld auch Disziplin. Das zurückgelegte Geld muss unangetastet bleiben. Das ist einfach, sagen Sie? Nun, die Versuchung, doch noch „ein bisschen davon“ zu verwenden, lauert überall. Das geht vom leckeren Stück Kuchen über einen spontanen Kurztrip, den man sich schon immer mal gönnen wollte. Oder das neue Smartphone lockt.

Diese Wünsche sind in Ordnung. Allerdings passen sie nicht wirklich mit einem ernst gemeinten Vermögensaufbau zusammen. Sparen Sie lieber langfristig und erhöhen Sie Ihre Chancen auf effektive Verzinsung durch strategisches, durchdachtes Anlegen. Dann erweitern sich auch Ihre Möglichkeiten, Konsumgüter zu kaufen.

3. Gesunde Skepsis

Wissen Sie, was eine der größten Gefahren für den Vermögensaufbau ist? Sie liegt in uns selbst und kann uns zu den absurdesten Investitionen verleiten: die Gier. So mancher Anlagenberater weiß das ganz genau. Und schwärmt Ihnen beim Erstgespräch von Traumrenditen oder Investitionen in einer „todsicheren“ Branche vor. So würden bestimmte Immobilien in einem Sektor boomen, in dem aber nur der Berater sich auszukennen vorgibt. Und später müssen Sie dann schmerzlich feststellen, dass Ihr mühsam erarbeitetes Vermögen den Ruin in Ruinen gefunden hat. Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollten Sie sich eine gesunde Skepsis bewahren.

Suchen Sie sich für eine seriöse Beratung am besten einen unabhängigen Finanzexperten auf Honorarbasis. Bankberater hingegen arbeiten auf Provisionsbasis – eine unabhängige Produktberatung ist hier nicht garantiert. Insbesondere, aber nicht nur ältere Leute gehen trotzdem lieber zum netten jungen Mann bzw. zur netten jungen Frau am Schalter der Hausbank. Schließlich kennt man sich schon seit Jahren. Umso trauriger ist es dann, wenn Rentenersparnisse in komplizierten Papieren landen, die viele Menschen nicht verstehen.

Daher gilt häufig die Faustregel:

„Je höher die Rendite, desto größer das Risiko.“

Bei den Extremfällen handelt es sich um sogenannte Hochrisikoanlagen. Anleihen von Staaten, die von Ratingagenturen in eine niedrige Bonität eingestuft werden, gehören zum Beispiel dazu. Solche Anlagen sind nur etwas für Zocker und haben wenig mit einem vernünftigen Vermögensaufbau zu tun!

4. Wissen

Generell empfehlen wir Ihnen, nicht blind auf die Ratschläge anderer zu vertrauen – schließlich geht es um Ihr Vermögen. Sich Wissen über Anlagen und deren Risiken anzueignen, kann daher nur nützlich sein. Für einen Einstieg in die Thematik bietet sich das Buch Cashkurs von Dirk Müller an.

Wissen über den Vermögensaufbau können Sie auch im Internet finden. Stöbern Sie ein wenig in unserem Blog herum, und Sie werden viele Artikel zu diesem Thema entdecken. Gut informiert zu sein, ist die beste Vorbereitung für einen erfolgreichen Vermögensaufbau. Dazu gehört Grundwissen zu den verschiedenen Anlageformen (Aktien, Anleihen, Fonds etc.) und den Sicherheiten bzw. Risiken (Höhe der Einlagensicherung, Laufzeit, Standort).

Vermögensaufbau läuft nicht „einfach so nebenher“. Wenn Sie Ihr Geld richtig anlegen und vermehren möchten, müssen Sie die Sache aktiv angehen. Dazu gehört es zum Beispiel auch, Informationen über Unternehmen einzuholen, von dem Sie Wertpapiere erwerben wollen. Diesen Schritt kann Ihnen niemand abnehmen.

5. Erfahrung

Jeder Anleger macht früher oder später Fehler. Oft stellt sich erst hinterher heraus, dass diese Aktie oder jene Anleihe ein Schuss in den Ofen war. Manchmal reichen die Informationen zu einem bestimmten Zeitraum nicht aus, um die Lage richtig zu sondieren. Setzen Sie daher niemals nur auf ein Pferd!

Im Fachjargon nennt sich dieses Vorgehen Diversifikation: Wenn Sie Ihr Portfolio z. B. aus indexbasierten Fonds zusammenstellen, verringern Sie das Risiko eines Totalverlustes. Legen Sie hingegen ihr ganzes Geld auf ein Tagesgeldkonto im Ausland, müssen Sie damit rechnen, herbe Verluste zu erleiden, wenn die Bank pleitegeht und womöglich keine Einlagensicherung vorhanden ist. Sie sehen also, wie wichtig es ist, vorab informiert zu sein!

Theorie kann die Erfahrung jedoch nicht ersetzen. In der Praxis werden Sie sich blaue Flecken holen. Diese Erfahrung ist aber genauso wertvoll wie das theoretische Wissen. Dadurch lernen Sie nicht nur rational, sondern auch intuitiv, gute Anlagen von schlechten zu unterscheiden.

Das bestätigen auch Millionäre wie Richard Branson: Für seinen Traum von der privaten Raumfahrt investierte er Unsummen, immer wieder musste der Jungfernflug seines Weltraumstarters verschoben werden. Nur um das SpaceShipTwo in der kalifornischen Wüste letztendlich abstürzen zu sehen. Seine Antwort damals:

„Wir wussten immer, dass der Weg ins All extrem schwierig ist – und dass jedes neue Transportsystem zu Beginn seiner Geschichte schlechte Zeiten durchmachen muss.“

Sie sehen also: Auch die Profis scheitern. Entscheidend ist daher, nicht das komplette Ersparte in ein hochriskantes Projekt o. Ä. zu investieren und auch bei Verlusten am Vermögensaufbau festzuhalten.

Fazit

Ein erfolgreicher Vermögensaufbau setzt sich aus Grundtugenden zusammen: Geduld, Disziplin, Wachsamkeit, Wissbegier und Erfahrung. Darüber hinaus brauchen Sie eine Strategie. Verringern Sie die Risiken herber Verluste durch Diversifikation und lassen Sie sich nicht von vermeintlich unwiderstehlichen Angeboten locken. Dann sind die Grundsteine für eine effektive Vermögensplanung gelegt.

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