Wichtige Begriffe der Bankenwelt

Hier finden Sie Erklärungen zu wichtigen Begriffen rund um das Thema Geldanlage und Finanzen. Sie vermissen etwas oder haben eine Frage? Schreiben Sie uns über das Kontaktformuar!

Finanzlexikon

A
Abgeltungssteuer

Die Abgeltungssteuer ist eine Quellensteuer für Kapitalerträge, die direkt vom Schuldner einbehalten wird. Aktuell werden 25% der Erträge an den Fiskus abgeführt. Eine nachträgliche  Einkommenssteuer, die bisher auf private Kapitalerträge angefallen ist, wird nicht mehr erhoben. In einigen EU-Ländern werden nur Zinsen und Dividenden erfasst. In Deutschland hingegen fällt die Abgeltungssteuer auch für Wertsteigerungen von Kapital an. Grundsätzlich sind alle Finanzprodukte deren Ertrag den Sparerpauschbetrag übersteigt, von der Abgeltungssteuer betroffen. Im Bereich Girokonto spielt diese Steuer jedoch nur eine untergeordnete Rolle da hier nur selten hohe Geldbeträge angelegt werden.

Aktie

Eine Aktie ist ein Wertpapier, welches den Anteil an einer Gesellschaft verbrieft. Zu unterscheiden sind hierbei Stammaktien und Vorzugsaktien. Die Emittenten, meist Unternehmen, schütten eine bestimmte Anzahl an Aktien aus, die erworben werden können. Auf diesem Wege erhält das Unternehmen Kapital. Aktieninhaber erhalten je nach Konditionen eine Dividende, die Berechtigung zur Teilnahme an der Hauptversammlung oder einen Anspruch auf Bezugsrecht bei einer Kapitalerhöhung. Aktien können, müssen jedoch nicht an Wertpapierbörsen gehandelt werden.

Anlagebegrenzung

Als Anlagebegrenzung wird im Tagesgeld Vergleich eine Obergrenze bezeichnet, bis zu der die genannten Zinskonditionen angeboten werden. In der Praxis schließen Banken diese Grenze oftmals aus oder bieten für die darüber hinausgehenden Beträge eine Zinsstaffelung an. In diesem Fall werden Einlagen die über einem Höchstbetrag liegen meist zu einem niedrigeren Satz verzinst.

Anonymes Konto

Bei einem anonymen Konto ist der Inhaber unbekannt. Eine Identifizierung bei Kontoeröffnung muss jedoch in den meisten Fällen erfolgen. Der Name des Bankkunden wird anschließend durch eine Nummer oder ein Kennwort ersetzt. Es handelt sich demnach um eine Identitäts-Verschleierung und nicht um eine Anonymisierung. Anonyme Konten wirken auf Steuerhinterzieher besonders attraktiv. Da dies in Deutschland eine Straftat darstellt, werden die entsprechenden Konten im Ausland eröffnet. Bevorzugt werden Insel-Staaten mit anderer Rechtsprechung, weshalb anonyme Konten auch als Offshore- (küstenferne) Konten bezeichnet werden.

Arbitrage

Wenn Preisunterschiede für gleiche Waren auf unterschiedlichen Märkten ausgenutzt werden, nennt man das Arbitrage. Insbesondere Geld und Devisen sind von Arbitrage betroffen. Von Wirtschaftswissenschaftlern wird das Phänomen mehrheitlich als nutzbringend beurteilt, da so Markteffizienz geschaffen werde. Für Arbitrage typisch ist, dass der jeweilige Preisvorteil nur für eine begrenzte Zeit vorhanden ist, bis die Preisangleichung abgeschlossen ist. Die Gewinnerzielung muss dabei risikolos erfolgen.

B
BaFin

BaFin ist die Abkürzung für Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Sie wurde 2002 gegründet und untersteht dem Bundesministerium für Finanzen. Als Finanzmarktaufsichtsbehörde mit über 2.300 Angestellten in Bonn und Frankfurt am Main überwacht sie das gesamte Finanzwesen Deutschlands. Das Ziel ist es, faire Handelsbedingungen zu schaffen und illegale Tätigkeiten wie Marktmanipulation, Anlagebetrug und Geldwäsche zu unterbinden.

Bankeinzug

Der Bankeinzug oder Lastschrift ist Teil des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Der Zahlungsempfänger gibt seiner Bank den Auftrag, den betreffenden Betrag vom Konto des Zahlungspflichtigen abzubuchen und seinem Konto zuzuschreiben. In Deutschland unterscheidet man beim Bankeinzug zwischen einem Abbuchungsauftragsverfahren oder dem Einzugsermächtigungsverfahren. Im Abbuchungsverfahren wird die Bank beauftragt, Lastschriften des Zahlungsempfängers einzulösen. Im Einzugsermächtigungsverfahren hingegen kann der Zahlungsempfänger die Abbuchung veranlassen, ohne dass der Zahlungspflichtige am Prozess beteiligt wird.

Bankenkrise

Verlieren Kunden und Anleger das Vertrauen in einzelne Banken oder das ganze Bankensystem, spricht man von einer Bankenkrise. Auslöser ist meist der Zusammenbruch eines Geldinstituts mit der Gefahr weitere Banken anzustecken. In der Folge kommt es zu starken Einbrüchen an den Finanzmärkten und in der Folge oftmals auch zu volkswirtschaftlichen Auswirkungen.

Banking-Software

Für das Onlinebanking ist zwar keine spezielle Software notwendig, vor allem weil die Webportale der Banken inzwischen sehr komfortabel sind. Dennoch bietet spezielle Banking-Software eine Reihe von Vorteilen, mit der sich fast alle Bankgeschäfte abwickeln lassen. Ein wesentlicher Vorteil ist die deutlich höhere Sicherheit gegenüber den Webportalen. Zudem lassen sich Buchungen noch nach Jahren überprüfen und, bei hochwertigeren Programmen, auch mit einem Kassenbuch oder einer Buchhaltungssoftware verbinden.

Bankleitzahl

Die Bankleitzahl ist in Deutschland und Österreich eine Kennzahl zur eindeutigen Bezeichnung eines Kreditinstitutes. In  Deutschland wurde sie 1970 eingeführt und ist in der Regel bei jedem Zahlungsverkehr anzugeben. Die Bankleitzahl besteht in Deutschland aus acht Zahlen und wird meist durch xxx xxx xx aufgebaut. Die ersten drei Stellen der Kennziffer bilden die Ortsnummer. Diese besteht aus dem Ort der Filiale der zugehörigen Bundesbank (Clearing-Gebiet und Clearing-Bezirk) und dem jeweiligen Bankbezirk. Die folgende vierte Stelle beschreibt die Bankgruppe, die sogenannte Netznummer, während die letzten vier Stellen individuell festgelegt werden, z.B für interne Abgrenzungen der Kreditinstitute.

Bareinzahlung

Grundsätzlich können Bankkunden auch Bargeld auf ihr eigenes Girokonto einzahlen, bei manchen Banken ist dies auch über Geldautomaten möglich. Sofern Bareinzahlungen auf das eigene Konto vorgenommen werden, sind sie in der Regel kostenfrei. Bei größeren Geldbeträgen (über 15.000 Euro) greifen die Bestimmungen des Geldwäschegesetzes. Dann muss sich der Einzahlende mit seinem Personalausweis identifizieren, verdächtige Zahlungen müssen zudem an die Behörden gemeldet werden.

Bargeld

Bargeld ist Geld in verkörperter Form und das gesetzliche Zahlungsmittel in den meisten Ländern der Welt. Heute beschreibt der Begriff Scheidemünzen, also Hartgeld und Banknoten, Geldscheine. Bargeld wird von den Zentralbanken der Staaten in der jeweiligen Währung produziert und über Geschäftsbanken in den Zahlungsverkehr integriert und in Umlauf gebracht.

Beleghafte Buchung

Als beleghafte Buchung werden alle Zahlungsvorgänge bezeichnet, die in Papierform durchgeführt und von einem Bankmitarbeiter bestätigt werden. Üblicherweise sind darunter Überweisungen, Bareinzahlungen, Scheckeinreichungen oder Lastschriften zu verstehen. Beleghafte Buchungen verursachen meist höhere Gebühren als beleglose Zahlungsvorgänge.

Beleglose Buchung

Zu den beleglosen Buchungen werden alle online oder telefonisch durchgeführten Zahlungsvorgänge verstanden, aber auch eingerichtete Daueraufträge. In diesen Fällen wird die Überweisung bzw. Zahlung ohne weiteren Beleg durchgeführt. Beleglose Buchungen haben den Vorteil, dass sie in der Regel wesentlich kostengünstiger von den Geldinstituten angeboten werden.

BIC

BIC ist die Abkürzung für "Business Identifier Code" und bezeichnet die internationale Bankleitzahl. Über den BIC können Kreditinstitute weltweit eindeutig identifiziert werden. Er wird auch als SWIFT-Code bezeichnet. Der BIC besteht aus 8 oder 11 alphanumerischen Zeichen. Er ist wie folgt untergliedert:

  • 4-stelliger Bankcode (z.B. COBA)
  • 2-stelliger Ländercode (z.B. DE für Deutschland)
  • 2-stellige Ortscodierung (z.B. HD)
  • optional 3-stellige Filialkennzeichnung (z.B. 055)

Zum Beispiel lautet der BIC der comdirect Bank COBADEHD055. Bei nationalen Zahlungen ist die Angabe des BIC optional. Bei Zahlungen innerhalb Europas muss bis 1. Februar 2016 zusätzlich zur IBAN auch der BIC angegeben werden. Weitere Informationen zum BIC finden Sie auch im Ratgeber.

Bonität

Mit Bonität ist die Zahlungsfähigkeit eines Kreditnehmers gemeint. Um einschätzen zu können, ob ein Kunde seine Schulden zurückzahlen wird, nutzen Banken neben wirtschaftlichen Daten wie der Schufa-Auskunft oder Einkommensnachweisen auch persönliche Daten wie berufliche Qualifikationen oder die Zuverlässigkeit des Kreditnehmers. Je besser die Bonität ist, desto eher vergibt die Bank einen Dispositionskredit oder eine Kreditkarte.

C
CashGroup

Die CashGroup ist ein Zusammenschluss privater Banken, zu denen auch die großen Institute wie Deutsche Bank, Postbank oder Commerzbank gehören. Kunden dieser Institute können innerhalb der CashGroup kostenlos an über 9000 Geldautomaten Bargeld abheben. Damit wollen die privaten Banken eine Alternative zum großen Filialnetz der Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken bieten. Diese verlangen von Kunden der privaten Institute Gebühren an ihren Geldautomaten.

CashPool

Der Cashpool ist ein Zusammenschluss kleinerer privater Banken, um in Deutschland ein Netz an Geldautomaten anzubieten. Damit soll den Kunden der beteiligten Banken an etwa 2900 Geldautomaten das kostenfreie Abheben von Bargeld ermöglicht werden. Der Cashpool wurde als weitere Alternative zum Automatennetz der Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken und zur CashGroup gegründet.

Cost-Average-Effekt

Der Cost-Average-Effekt bzw. Durchschnittskosteneffekt tritt ein, wenn ein Anleger für einen gleichbleibenden Betrag mehr Anteile bei fallenden Kursen und weniger Anteile bei steigenden Kursen kaufen kann. Der Theorie nach kommt ein langfristiger Sparer also günstiger, wenn er konstant investiert, da er durch Kursschwankungen einen günstigeren Durchschnittspreis erzielt.

D
Daily-Charge Kreditkarte

Bei der Daily-Charge Kreditkarte erfolgt die Belastung zeitnah, meist innerhalb weniger Tage, nach ihrer Nutzung. Die Abrechnung erfolgt zunächst über ein Kreditkartenkonto und wird dann über das bestehende Girokonto sofort ausgeglichen. Deshalb werden Daily-Charge Kreditkarten auch als Guthabenkarten bezeichnet, weil der Verfügbarkeitsrahmen dem aktuell verfügbaren Guthaben entspricht, im Gegensatz zu Kreditkarten, die nur einmal im Monat abgerechnet werden.

Dauerauftrag

Der Dauerauftrag ist Teil des Kontoüberweisungssystems. Dabei wird eine Bank beauftragt, einen bestimmten, gleichbleibenden Betrag  zu bestimmten Terminen an den Zahlungsempfänger zu überweisen. Der Dauerauftrag wird meist eingesetzt, wenn Beträge regelmäßig an den gleichen Empfänger überwiesen werden sollen. Er steht im Gegensatz zum Bankeinzugsverfahren, da hier der Zahlungspflichtige aktiv die Zahlung in die Wege leitet.

Debit-Kreditkarte

Debit-Kreditkarten, oder auch Prepaid-Kreditkarten, Scheckkarten genannt, sind Kreditkarten, die nur auf Guthabenbasis funktionieren und im Gegensatz zu herkömmlichen Kreditkarten das Konto sofort belasten. Die Transaktion wird nur dann eingeleitet, wenn das Konto auch wirklich gedeckt ist. Eine Verschuldung ist hier nicht möglich, da nur so viel Geld ausgegeben werden kann, wie auf dem, mit der Debit-Kreditkarte verbundenen Girokonto vorhanden ist.

Deflation

Deflation bezeichnet das stetig sinkende Preiseniveau verschiedener Warengruppen, Dienstleistungen oder sogar der Gesamtwirtschaft und steht damit in direktem Gegensatz zur Inflation. Die Gefahr einer Deflation ist besonders im Abschwung des Konjunkturzyklus erhöht: Menschen reagieren ängstlich, sparen lieber, statt auszugeben. Langfristig liegt die Nachfrage unter dem Angebot, sodass ein Überangebot entsteht.

Depot

Bankkunden die ihre Ersparnisse in Wertpapieranlagen, egal ob Aktien, Anleihen oder Investmentfonds investieren, benötigen dafür ein Wertpapierdepot. In der Praxis sind dies meist bargeldlos geführte Konten ohne die physische Hinterlegung von Wertpapieren. Das Depot ermöglicht den Kauf, Verkauf und die Aufbewahrung bzw. Verwaltung der Wertpapiere. Für die Bereitstellung eines Wertpapierdepots verlangen die Banken in der Regel Depotgebühren.

Direktbank

Banken, die ohne eigenes Filialnetz ihre Leistungen anbieten, werden als Direktbanken bezeichnet. Bei ihnen werden die Geschäfte entweder online oder telefonisch abgewickelt. Direktbanken gibt es sowohl als reguläre Geschäftsbanken oder aber spezialisiert auf Wertpapiergeschäfte. In der Praxis bieten inzwischen fast alle Banken entsprechende Geschäftsbereiche an. Zudem unterhalten manche Direktbanken, meist in den Großstädten, eigene Filialen.

E
Effektiver Jahreszins

Der effektive Jahreszins umfasst die jährlichen Gesamtkosten, die bei Aufnahme eines Kredites anfallen. Damit unterscheidet sich der Effektivzins vom Nominalzins, da dieser mehr als die reinen Kreditkosten einschließt. Zusätzliche Kosten sind zum Beispiel die Bearbeitungsgebühr oder Wertermittlungsgebühren. Der effektive Jahrszins berücksichtigt zudem die Laufzeit des Kredits und den Auszahlungskurs. Zur Berechnung des Effektivzinses wird die sogenannte Uniform-Methode angewendet. Die Formel hierfür lautet: Kreditkosten : Nettodarlehensbetrag * 24 : Laufzeit (in Monaten) + 1 * 100 = effektiver Jahreszins (in %). Mehr zum Thema finden Sie übrigens auch in unserem Blogbeitrag über Zinsen.

Einkommensteuer

Die Einkommenssteuer ist eine sogenannte direkte Steuer, die auf Einkommen von natürlichen Personen erhoben wird. Das zu versteuernde Einkommen setzt sich aus den Einkünften aus selbstständiger oder nicht selbstständiger Arbeit, Kapitalerträgen und Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung zusammen. Die Einnahmen aus der Einkommenssteuer verteilen sich auf Bund, Länder und zu einem festen Satz auf die Gemeinden.

Einlagensicherung

Die Einlagensicherung gewährleistet die Ansprüche eines Kreditkunden, seine Einlagen ausgezahlt zu bekommen, sollte das Kreditinstitut nicht dazu in der Lage sein. Das Einlagensicherungsgesetz ist 1998 in Kraft getreten und verpflichtet die Kreditinstitute, ihre Einlagen vor Ausfällen zu sichern. Seit Dezember 2010 wurde die Mindestdeckung auf 100.000 Euro angehoben und die Frist zur Rückzahlung auf 30 Arbeitstage verkürzt. Ausführliche Informationen und eine Übersicht der Sicherungsgrenzen finden Sie in unserem Ratgeber zum Thema Einlagensicherung.

EMV

Eine Technologie für Zahlungskarten, die mit einem Prozessorchip bestückt sind. EMV steht für Europay International, Master Card, Visa und schließt die an der Entwicklung beteiligten Finanzgesellschaften ein. Während der Übergangsphase von Magnetstreifen hin zu Chips auf den Bankkarten Ende der 1990er Jahre wurde der EMV-Sicherheits-Standard eingeführt. Chipkartenzahlungen mit EMV gelten als wesentlich sicherer als die Datenübertragung durch Magnetstreifen. Beinahe alle Geldautomaten in Deutschland sind EMV-kompatibel.

Entschädigungseinrichtung

Die deutschen Geldinstitute müssen die Einlagen ihrer Kunden für den Fall einer Insolvenz absichern. Neben dem freiwilligen Einlagensicherungsfonds wurden dazu vom Gesetzgeber verpflichtende Entschädigungseinrichtungen gefordert. Je nach Rechtsform gehören die Banken der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken, öffentlicher Banken oder Wertpapierhandelsunternehmen an. Für Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken gelten gesonderte Sicherungseinrichtungen.

eTAN

Als eTAN bezeichnet man beim Onlinebanking ein Verfahren zur Identifikation, eine Art elektronische Unterschrift. Mithilfe eines von der Bank bereitgestellten TAN-Generators wird für jede Transaktion eine kurzzeitig gültige TAN generiert. Als Erweiterung gilt das sicherere signierte eTAN-Verfahren mit einem Kartenlesegerät. Dabei ist zur Erzeugung einer gültigen TAN die eigene Bankkarte notwendig.

Europäische Zentralbank

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist das gemeinsame Organ einer Währungsbehörde aller Staaten der europäischen Union. Sie wurde 1998 gegründet und hat ihren offiziellen Sitz in Frankfurt am Main. Ihre Aufgabe ist die Überwachung des europäischen Bankensystems und die Regulierung der Geldmenge innerhalb der Zahlungsunion.

F
Festgeldkonto

Ein Festgeldkonto ist eine Art der Geldanlage, bei der Zeitraum, Höhe des Betrages und Zinssatz im Vorfeld festgelegt werden. Das angelegte Geld liegt fest angelegt auf einem Konto. Die Auszahlung des Betrages vor Ablauf des Zeitraums ist nur in Ausnahmefällen möglich und birgt die Gefahr eines Zinsverlustes.

Filialbank

Filialbanken besitzen im Gegensatz zu Direktbanken ein breites Filialnetz, sodass sie ihren Kunden umfassende Betreuungen an zahlreichen Standorten anbieten können. Um die Kosten dieses breiten Netzes aber ausgleichen zu können, fallen bei Filialbanken im Allgemeinen höhere Kontoführungs-Gebühren und Kosten für Überweisungen, etc. an. Der Vorteil gegenüber einer Direktbank ist der persönliche Service an einem Bankschalter. Onlinebanken sind nur per Internet, Fax, Briefpost oder Telefon zu erreichen.

FinTech

FinTech ist die Kurzform für "Finanztechnologie" und bezeichnet junge Unternehmen, die mit innovativen und kreativen Lösungen auf dem Finanzsektor tätig sind. FinTechs bieten in der Regel eine modernere Technologie, mehr Flexibilität und direktere Strukturen als Banken. So sollen Kunden leichter und effektiver Geld anlegen, Kredite aufnehmen und Zahlungsgeschäfte tätigen können.

Freistellungsauftrag

Ein Freistellungsauftrag bezeichnet ein Verfahren, bei dem ein Steuerpflichtiger - also eine natürlich Person - seine Bank beauftragt, seine Kapitalerträge von Steuerabzügen, also von der Abgeltungssteuer zu befreien. Das Beantragen und Durchsetzen eines Freistellungsauftrages ist immer kostenfrei. Das Verfahren wurde 2006 das erste Mal von deutschen Banken umgesetzt. Singles und Alleinstehende haben derzeit einen Anspruch auf 801 Euro. Verheiratete Paare hingegen, dürfen Kapitalerträge in Höhe von 1602 Euro steuerfrei einbehalten. Der Freibetrag kann auf mehrere Geldinstitute verteilt werden. Lesen Sie hierzu auch den Ratgeber "Freistellungsauftrag und Sparer-Pauschbetrag".

G
Gehaltseingang

Manche Banken verzichten im Girokonto Vergleich auf die Kontoführungsgebühren, wenn auf dem Konto regelmäßige Gehaltszahlungen eingehen. Die Höhe der notwendigen Eingänge variiert bei den einzelnen Instituten, liegt aber in der Regel zwischen 750 und 1.200 Euro pro Monat. Der Geldeingang wird von den Banken überprüft. Wird der Mindestbetrag nicht erreicht, so wird für den betroffenen Monat die Gebühr erhoben. Für Auszubildende bis zum 25. Lebensjahr entfällt die Kontoführungsgebühr bei den meisten Banken unabhängig von der Höhe des Geldeingangs.

Gehaltskonto

Als Gehaltskonto wird normalerweise ein Girokonto bezeichnet, auf das regelmäßige Zahlungen wie Gehalt, Rente etc. eingehen. Gehälter, aber auch staatliche Transferleistungen werden heutzutage hautsächlich bargeldlos getätigt. Über ein solches Konto werden auch die eigenen Finanzgeschäfte wie etwa Mietzahlungen sowie Kartenzahlungen über eine EC- /Girocard oder Kreditkarte abgewickelt.

Geldkarte

Bei der Geldkarte handelt es sich um eine elektronische Geldbörse, die bargeldlose Zahlungen ermöglicht. Dabei ist keine Überprüfung via PIN oder Unterschrift nötig. Um die Geldkarte nutzen zu können, muss vorab ein Guthaben (bis zu 200 €) aufgeladen werden, das auf dem Chip der Karte gespeichert wird. Unterschieden wird bei der Geldkarte zwischen einer sogenannten White Card (Konto-ungebunden) und einer Girokonto-gebundenen Karte. Beide Karten lassen sich über das Internet aufladen, die Konto-gebundene Geldkarte kann auch bei der jeweiligen Bank aufgeladen werden.

Gemeinschaftskonto

Ein Gemeinschaftskonto ist ein Konto bei einem Kreditinstitut, welches mehrere Kontoinhaber zulässt. Jeder der Inhaber hat Zugriff auf das Guthaben, alle gemeinsam haften so auch für Kredite. Man unterscheidet zwischen einem „Oder-Konto“, bei dem jeder einzeln Zugriff hat und einem „Und-Konto“, bei dem nur alle Inhaber zusammen über das Gemeinschaftskonto verfügen können.

Girocard (EC-Karte)

Die Girocard ehemals EC-Karte, oder electronic cash – Karte, ist primärer Bestandteil des Kartensystems des Zentralen Kreditausschusses in Deutschland. Die Girocards werden i.d.R. ausschließlich von den Kreditinstituten ausgegeben. Mit der Girocard können an entsprechenden Terminals bei den meisten Einzelhändlern bargeldlose Zahlungen durchgeführt werden. Die Kartenzahlung erfolgt meist durch Eingabe einer Persönlichen Identifikationsnummer oder durch die Bestätigung mit der Unterschrift. In Deutschland ist die Zahlung mit der Girocard überwiegend kostenfrei.

GiroGo

Mit GiroGo wird ein neues Verfahren für die bargeldlose Bezahlung der Deutschen Kreditwirtschaft bezeichnet. Dabei werden die Geldkartenchips auf den EC/Giro-Karten durch einen RFID-Funkchip ersetzt. Für den unverschlüsselten Bezahlvorgang wird die Karte an ein Kartenlesegerät gehalten. Via NFC-Technologie wird der Betrag dann abgebucht. So können Summen bis zu 20 Euro insgesamt bezahlt werden. Um diese Funktion nutzen zu können, muss der Kunde seine Geldkarte an einem Geldautomaten mit bis zu 200 Euro aufladen. Alternativ kann das Guthaben direkt bei einem Händler mit Eingabe der PIN oder über einen Abo-Ladevertrag aufgeladen werden. Auch NFC-fähige Smartphones sollen über eine App das GiroGo-Guthaben aufladen können. Langfristig soll GiroGo die Geldkarte komplett ersetzen.

H
Hausbankprinzip

Das Hausbankprinzip ist insbesondere für Existenzgründer und Unternehmer von Bedeutung und wurde von den Förderbanken eingeführt. Das Hausbankprinzip besagt, dass man nur über die Hausbank die Förderkredite von Förderbanken wie der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragen kann. So soll die Hausbank aufgrund der bereits bestehenden Geschäftsbeziehung das Vorhaben des Kreditnehmers besser einschätzen können. Darüber hinaus bietet das Hausbankprinzip den Vorteil, dass ein flächendeckendes Filialnetz mit ortsnahen Ansprechpartnern angeboten wird.

Home Banking Computer Interface (HBCI)

Die Abkürzung HBCI steht für Home Banking Computer Interface und bezeichnet einen nationalen Standard im Bankenwesen, der reibungsloses Interagieren zwischen Kunden und Bankencomputern sichern soll. Der Kunde kann dabei von einem privaten Computer aus auf seine Konten zugreifen und Transaktionen anfordern bzw. beauftragen. Das HBCI Verfahren wurde vom zentralen Kreditausschuss und verschiedenen deutschen Bankengruppen entwickelt und aktuell auch unter der Bezeichnung FinTS publiziert.

Homebanking

Durch das Homebanking kann ein Kunde eines Kreditinstitutes von einem Filial-unabhängigen Computer auf sein Konto zugreifen und Transaktionen anordnen. Über ein Online-Programm werden die Aktionen vom Kunden an die Bank übermittelt und dort ausgeführt. Das Verfahren ist dadurch zeit- und ortsabhängig. Durch eine Authentifizierung mittels PIN und TAN-Nummern oder anderen Autentifizierungsmaßnahmen wird die Sicherheit gewährleistet.

Hypothek

Eine Hypothek wird dazu verwendet, um eine Forderung abzusichern. In der Regel werden hierfür Immobilien und Grundstücke belastet. Kann der Schuldner sein Darlehen wie z.B. einen Kredit nicht zurückbezahlen, kommt es zur Zwangsversteigerung bzw. zur Zwangsverwaltung. Jede Hypothek wird im Grundbuch eingetragen. Die Aufnahme mehrerer Hypotheken auf ein Grundstück ist möglich. Dabei gilt die erste eingetragene Hypothek als vorrangig vor allen nachfolgenden. Die Hypothek zählt genau wie die Renten- und die Grundschuld zu den Grundpfandrechten.

I
IBAN

IBAN steht für "International Bank Account Number" und bezeichnet die internationale Bankkontonummer. Seit 1. Februar 2014 ersetzt sie die nationale Kontonummer sowie Bankleitzahl und wird für nationale Zahlungen und Überweisungen innerhalb der Europäischen Union benutzt. Die Länge der IBAN ist von Land zu Land unterschiedlich, aber auf maximal 34 Stellen begrenzt. Die deutsche IBAN hat immer 22 Stellen und ist wie folgt aufgebaut:

  • 2-stelliges Länderkürzel DE für Deutschland
  • 2-stellige Prüfziffer (z.B. 73 bei der comdirekt Bank)
  • 8-stellige Bankleitzahl (z.B. 20041133 bei der comdirect Bank)
  • 10-stellige Kontonummer (z.B. 0123456700)

Ein Kunde der comdirect Bank könnte zum Beispiel folgende IBAN haben: DE73200411330123456700. Weitere Informationen zur IBAN finden Sie auch im Ratgeber.

Inflation

Die Inflation bezeichnet den Zustand einer Volkswirtschaft, in der das Preisniveau bestimmter Waren oder Dienstleistungen stetig ansteigt und langfristig eine Geldentwertung stattfindet. Man unterscheidet dabei zwischen zwei inflationären Zuständen: bei einer nachfragebedingten Inflation liegt das Angebot stets unter dem Angebot, sodass ein Unterangebot steht. Im Gegensatz dazu steigen die Gehälter bei einer kostenbedingten Inflation, so dass das Preisniveau der Waren und Dienstleistungen steigt.

Insolvenz

Bei der Insolvenz handelt es sich um eine bestehende oder in naher Zukunft eintretende Zahlungsunfähigkeit durch Überschuldung. Von einer Insolvenz können natürliche und juristische Personen (z.B. Unternehmen) betroffen sein. Gesetzliche Grundlage der Insolvenz ist die sogenannte Insolvenzverordnung. Demnach muss eine Zahlungsunfähigkeit von mindestens 3 Wochen bestehen, um Insolvenz anmelden zu können. Dies geschieht mit einem Antrag auf Insolvenzverfahren. Innerhalb dieses Verfahrens wird das komplette Vermögen des Schuldners untersucht und gegebenenfalls an die Gläubiger verteilt.

Interbankenhandel

Auch Banken handeln untereinander. Dies wird als Interbankenhandel bezeichnet. Dabei werden sowohl Devisen, als auch Edelmetalle, Wertpapiere und Geld gehandelt. Der Interbankenhandel läuft international ab und ist neben den Anlagen ihrer Kunden die wichtigste Einnahmequelle für Banken. Geschäfte mit einer Zentralbank zählen nicht zum Interbankenhandel.

J
Jugendkonto

Ein Jugendkonto ist ein Konto für Personen im Alter zwischen 7 und 17 Jahren. Zahlreiche Banken bieten diese Kontoform inzwischen an. Im Gegensatz zu einem klassischen Girokonto werden bei einem Jugendkonto üblicherweise keine Gebühren erhoben. Dennoch stehen den Nutzern, mit ein paar Einschränkungen, dieselben Möglichkeiten wie Geldabheben und bargeldloses Bezahlen zur Verfügung. Neben dem Ziel der langfristigen Kundenbindung sollen Jugendkonten den frühen Umgang mit Geld ermöglichen. Eine Kontoeröffnung kann nur von den Erziehungsberechtigten vorgenommen werden.

K
Kapitalanlage

Kapitalanlage bezeichnet die Investition von Geld mit dem Ziel einen Wertzuwachs zu erreichen, Zinsen zu erwirtschaften oder zumindest den Kapitalstock zu erhalten. Kapitalanlagen können auf direktem Weg, z. B. durch Beteiligung an einem Unternehmen, meist aber auf indirektem Weg über Finanzprodukte erfolgen. Darüber hinaus wird auch die Investition in eine Immobilie, um diese zu vermieten, als Kapitalanlage bezeichnet.

Kapitalertragsteuer

Die Kapitalertragsteuer ist eine Form der Einkommensteuer und wird, unter Beachtung von Freibeträgen, auf Erträge aus der Kapitalanlage erhoben. Dies können Zinsen, Dividenden oder Verkaufserlöse aus Sparguthaben oder Wertpapiergeschäften sein. In Deutschland wird die Kapitalertragsteuer als sogenannte Abgeltungssteuer direkt bei den Finanzinstituten erhoben und ans Finanzamt abgeführt.

Kapitalflucht

Als Kapitalflucht wird ein meist plötzlicher und umfangreicher Transfer von Geld, Vermögen, Edelmetallen oder Sachwerten bezeichnet. Die Ziele für eine Kapitalflucht können unterschiedlich sein, dienen jedoch in den häufigsten Fällen der Erhaltung von Vermögen, das vor Inflation oder inländischen Steuern „geschützt“ werden soll. Rechtliche Änderungen, insbesondere im Steuerrecht, können zu einer Kapitalflucht führen.

Konto pro Diverse

Beim Konto pro Diverse, kurz CpD, handelt es sich um ein Sammelkonto. Banken parken unklare Buchungen auf CpD-Konten, was häufig bei nicht identifizierbaren Empfängern geschieht. Anschließend versucht die Bank, den Empfänger zu ermitteln. Sind diese Versuche nicht erfolgreich, wird das Geld üblicherweise an den Absender zurück überwiesen.

Kontoauszug

Ein Kontoauszug ist ein Schriftstück, durch das die Bank ihre Kontoinhaber über alle Umsätze und den sich ergebenden Stand des Kontos informiert. Auf dem Kontoauszug werden Namen, Kontonummer, Bankleitzahl, Datum, Anfangs- und End-Saldo und die einzelnen Buchungen detailliert aufgeführt. Rechtlich dient er hauptsächlich den Banken, ihrer Informationspflicht nachzukommen. Neben der postalischen Übermittlung durch die Banken, findet das Erhalten des Auszugs primär über einen Kontoauszugsdrucker in den Bankenfilialen statt. Seit einiger Zeit wird auch verstärkt der elektronische Kontoauszug, etwa über Online-Banking, genutzt.

Kontobewegung

Alle Zahlungseingänge und -ausgänge auf einem Girokonto werden als Kontobewegung bezeichnet, dazu gehören auch ausgeführte Lastschriftverfahren oder Daueraufträge. Die Kosten für diese Transaktionen sind sehr unterschiedlich. Während Bareinzahlungen oder -auszahlungen kostenlos sind, können für Überweisungen Gebühren anfallen, sofern diese nicht pauschal durch die Kontoführungsgebühr abgedeckt sind. Meist sind Onlinebuchungen deutlich günstiger als beleghafte Buchungen.

Kontoführungsgebühr

Als Kontoführungsgebühr werden die Kosten bezeichnet, die für die Bereitstellung eines Girokontos anfallen. In der Regel werden sie monatlich oder quartalsweise erhoben. In der Kontoführungsgebühr sind bei vielen Banken auch schon Gebühren für eine bestimmte Anzahl von Überweisungen (meist 10) enthalten. Inzwischen verzichten immer mehr Geldinstitute auf diese Gebühr, sofern auf dem Konto regelmäßige Geldeingänge in festgelegter Höhe zu verzeichnen sind.

Kontonummer

Die Kontonummer ermöglicht gemeinsam mit der Bankleitzahl die eindeutige Identifizierung eines Kontos und dessen Inhaber und ist erforderlich, um Zahlungen schnell und sicher einzuleiten. Sie besteht meist aus maximal zehn Ziffern, die über ein individuell entwickeltes Verfahren vergeben werden. Eine Ausnahme ist die international gültige Kontonummer einer Bank, die auch länger als zehn, aber maximal 30 Stellen besitzen darf.

Kreditkartenlimit

Als Kreditkartenlimit wird der Verfügungsrahmen einer Kreditkarte bezeichnet, also die maximale Summe, bis zu der die Karte belastet werden darf. Diese richtet sich bei sogenannten echten Kreditkarten nach der Kreditwürdigkeit, die in der Regel vom monatlichen Einkommen abhängig ist. Bei Prepaid-Kreditkarten richtet sich das Limit nach dem eingezahlten Guthaben.

Ist das Kreditkartenlimit erreicht, können Sie mit der Karte nicht mehr bezahlen, eine Überziehung ist nicht möglich. Der aktuelle Verfügungsrahmen wird meist auf der monatlichen Abrechnung angegeben.

Kreditkartennummer

Die Aufgabe der Kreditkartennummer ist in Kombination mit einer Geheimzahl oder der Unterschrift die eindeutige Legitimation des Karteninhabers. In der Regel besteht die Kreditkartennummer aus 16 Ziffern, in Ausnahmen etwa bei American Express sind es auch weniger. Die gesamte Nummer enthält Informationen über das ausgebende Geldinstitut, die Art der Karte, den Karteninhaber sowie eine Prüfziffer.

L
Lastschriftrückgabe

Im bargeldlosen Zahlungsverkehr hat sich das Lastschriftverfahren fest etabliert. Kann diese jedoch nicht eingelöst werden, etwa weil das Girokonto nicht über die ausreichende Deckung verfügt, kommt es zur Lastschriftrückgabe. Die dadurch entstehenden Kosten werden meist direkt von der Bank einbehalten. Widerspricht ein Kontoinhaber der Ausführung einer Lastschrift, entstehen ihm dagegen keine Kosten.

Leitzins

Der Leitzins gehört zu den wichtigen Steuerungsinstrumenten der Zentralbanken. Zu diesem Zinssatz können sich Banken bei der nationalen oder europäischen Zentralbank Geld leihen. Meist haben Änderungen des Leitzinssatzes Auswirkungen auf die Interbankenzinssätze, zu denen sich die Banken untereinander Geld leihen und auf die Kreditkonditionen für Verbraucher und Unternehmen sowie die Sparzinsen. Damit gehört der Leitzins zu den wichtigsten geldpolitischen Steuerungsinstrumenten.

Liquidität

Die Liquidität bezeichnet die Verfügbarkeit zahlungsfähiger Mittel im Wirtschaftskreislauf. Darunter wird die Fähigkeit verstanden, fällige Verbindlichkeiten fristgerecht und ohne Einschränkungen begleichen zu können. Mangelnde Liquidität kann bei Unternehmen zur Insolvenz und bei Privatpersonen zur Privatinsolvenz führen. Die Liquidität hat daher maßgeblichen Einfluss auf die Bonität.

M
Maestro

Bei Maestro handelt es sich um einen weltweit verbreiteten Debitkartendienst der Kreditkartengesellschaft MasterCard International. Neben bargeldloser elektronischer Bezahlung (11 Millionen Akzeptanzstellen weltweit) ermöglicht die Maestro-Funktion auch Bargeldbezüge an knapp 1 Mio. Geldautomaten. Für die Transaktionen ist eine PIN oder eine Unterschrift erforderlich. Ob das Maestro-System von der eigenen Bankkarte unterstützt wird, lässt sich am blau-roten Logo erkennen.

Masseneinkommen

Beim Masseneinkommen handelt es sich laut Deutscher Bundesbank um "die Summe der Nettolöhne und -gehälter der privaten Haushalte und deren empfangenen monetären Sozialleistungen." Das Masseneinkommen dient der Bundesbank dazu, das verfügbare Einkommen zu ermitteln. Nicht alle Posten werden in die Berechnung miteinbezogen, so fallen zum Beispiel staatliche Gebühren und verbrauchsnahe Steuern weg, Geldleistungen der Sozialsicherung hingegen fließen in die Bewertung ein. Das Masseneinkommen wird monatlich erfasst und in einem Bericht festgehalten.

Maximalanlage

Im Gegensatz zur Mindestanlage gilt für Tagesgeldkonten oftmals auch ein Maximalbetrag für die Einlage. Tagesgeldkonten werden nur bis zu diesem Betrag, der meist im fünfstelligen Bereich liegt, von der Bank geführt, bzw. darüber hinaus gehende Einlage werden entweder gar nicht mehr oder nur noch minimal verzinst. Die Maximalanlage ist nicht mit der Anlagebegrenzung zu verwechseln, die sich auf ein Zinsangebot bezieht.

Mindestanlage

Zur Nutzung eines Tagesgeldkontos verlangen Banken manchmal eine Mindestanlage, also eine Einzahlung, die mindestens erbracht werden muss. Ohne diese Summe ist die Eröffnung nicht möglich. In der Praxis liegen diese Summen meist bei 2000 bis 5000 Euro. Die Mindestanlage ist in der Regel an ein bestimmtes Zinsversprechen und eine feste Laufzeit geknüpft. In der Regel ist für ein Tagesgeldkonto aber keine Mindestanlage notwendig.

Mindestgeldeingang

In der Regel ist für ein Girokonto kein monatlicher Mindestgeldeingang notwendig. Anders sieht es aus, wenn das Konto kostenfrei angeboten wird, auch wenn inzwischen viele Banken auf einen Mindestgeldeingang verzichten. Wird ein Mindestgeldeingang gefordert, so ist dieser ausschlaggebend für die erhobenen Gebühren, die bei Unterschreitung der Mindestgrenze teilweise sehr deutlich ausfallen.

Mindestlaufzeit

Für Tagesgeldkonten gelten in der Regel keine Mindestlaufzeiten, der Kontoinhaber kann jederzeit über sein Geld verfügen. Allerdings kann es sein, dass Banken zur Neukundengewinnung attraktive Zinsangebote machen. Diese sind dann meist auch an eine Mindestlaufzeit gebunden. Die Nichteinhaltung der Laufzeit führt zum Verlust des Zinsvorteils.

Mobile Payment

Mobile Payment ist die Möglichkeit, Bankgeschäfte via Smartphone oder Tablet von Unterwegs aus abzuwickeln. Kontaktlose Bezahlvorgänge mit NFC-Technologie sind dabei ebenso gemeint wie die Umsatzverwaltung des eigenen Girokontos in Apps. Darüber hinaus existieren zahlreiche weitere Services wie z.B. die Ticketreservierung bei der Deutschen Bahn, das Handyporto der Post, der Kauf von Flugtickets bei der Lufthansa oder Tools wie N26, die eine mobile Banking-Alternative zu etablierten Banken anbieten. Während in anderen Ländern wie den USA das Mobile Payment fest in die Gesellschaft integriert ist, bleibt der umfassende Erfolg in Deutschland bislang aus.

mTAN

Bei Zahlungen mittels  Mobile- oder Online-Banking muss von der Bank eine Transaktionsnummer TAN zur Verfügung gestellt werden. Eine der sichersten Formen ist dabei das mTAN-Verfahren, bei dem die TAN per SMS auf ein Handy gesendet wird. Diese ist dann nur für kurze Zeit und genau einen Buchungsvorgang gültig. Als Nachteil gilt die Abhängigkeit von einem erreichbaren und nicht überlasteten Handy-Netz.

N
Neukundenangebot

Zur Gewinnung neuer Kunden bieten Geldinstitute regelmäßig besondere Konditionen an, die auch als Lockangebote bezeichnet werden. Als Neukunde gilt dann, wer in den letzten sechs bis zwölf Monaten kein Konto bei der entsprechenden Bank hatte. Die Angebote beziehen sich in der Regel auf bessere Zinskonditionen oder auch auf ein Startguthaben, sind aber meist an weitere Voraussetzungen wie ein Mindestanlagebetrag oder eine Mindestlaufzeit geknüpft.

NFC - Field Communication

Bei der Near Field Communication (Abk.: NFC) handelt es sich um einen elektronischen Übertragungsstandard, bei dem kontaktlos Daten über kurze Distanzen gesendet werden. NFC-Chips werden vor allem für Micropayment wie die bargeldlose Bezahlmethode GiroGo verwendet. Für diesen Zweck haben Kreditinstitute wie die Sparkasse ihre Girokarten mit den Chips ausgestattet. Auch für Zugangskontrollen und Steuerung von technischen Geräten wird NFC genutzt. Einige Smartphones verfügen bereits über NFC-Technologie mit denen sich Daten über Endgeräte austauschen lassen. Langfristig soll die Near Field Communication Girokarten und alltägliche Funktionen wie die des Autoschlüssels komplett ablösen.

Nominalzins

Der Nominalzins ist der reale Zinssatz, der zwischen dem Kapitalgeber und dem Kapitalnehmer, z.B. zwischen Bank und Kunden bei einem Kredit, vereinbart wird. Der Nominalzins wird jährlich fällig und wird ohne zusätzliche Kosten wie z.B. Bearbeitungsgebühren oder Auszahlungskurse berechnet. Somit bezieht sich der Nominalzins auf den Nennwert und unterscheidet sich damit vom effektiven Zinssatz.

O
Obligation

Eine Obligation ist ein Wertpapier mit festen Zinsen. Dabei kann es sich um eine Schuldverschreibung oder um eine Anleihe handeln. Bei der Ausstellung einer Obligation verpflichtet sich der Schuldner, eine festgelegte Summe mit Zinsen an den Aussteller der Obligatin zu zahlen.Es werden drei Arten von Obligationen unterschieden: Industrieobligationen, Kommunalobligationen und Bankenobligationen.

Online-Banking

Als Online-Banking, auch Homebanking genannt, werden Bankgeschäfte bezeichnet, die über das Internet direkt mit den Bankcomputern durchgeführt werden. Über eine gesicherte Internetverbindung und eine elektronische Unterschrift, einem TAN-Verfahren, werden so die meisten Bankgeschäfte abgewickelt. Voraussetzung ist eine spezielle Banking-Software, eine App oder aber der Zugriff über eine Website der Bank. Details dazu lesen Sie unter "Onlinebanking und Sicherheit".

P
Pfändungsschutzkonto

Mit dem Pfändungsschutzkonto, dem sogenannten P-Konto, wird ein existenzsichernder Teil des Einkommens bei einer Kontopfändung geschützt. Bis zu 1.028,89 Euro pro Monat, gegen Nachweis auch mehr, stehen dem Schuldner weiterhin zur Verfügung um am Wirtschaftsleben teilzunehmen. Dabei kann ein bestehendes Girokonto auf Antrag als P-Konto weitergeführt werden. Die Banken und Sparkassen sind zur Umstellung verpflichtet.

Phishing

Beim Phishing versuchen Betrüger an die Daten von Kontobesitzern, die Online- oder Mobile-Banking nutzen, zu kommen. Dazu verschicken sie Emails, die den Eindruck erwecken, von der eigenen Bank zu kommen und fordern die Nutzer zur Eingabe von Daten auf gefälschten, aber scheinbar echten Websites auf. Ziel ist es an die Zugangsdaten und TAN-Nummern zu kommen, um anschließend das Konto zu plündern.

photo-TAN

Für die Nutzung des photo-TAN-Verfahrens ist ein Smartphone nötig. Auf dieses Gerät wird eine entsprechende App geladen. Anschließend werden die Transaktionsdaten der Bank in verschlüsselter Form auf dem eigenen Bildschirm angezeigt. Der dargestellte Code wird mit der App eingelesen und entschlüsselt. Dann wird die dazugehörende TAN erzeugt. Mit dieser auftragsbezogenen TAN kann der Bankkunde die gewünschte Transaktion durchführen. Zur Erhöhung der Sicherheit muss das Smartphone vorab bei der Bank signiert werden. Einige Banken bieten auch spezielle Lesegeräte für die photo-TAN.

PIN

Die Abkürzung PIN steht für Persönliche Identifikationsnummer und ist eine Geheimzahl, die nur einer oder wenigen Menschen bekannt ist. Durch Eingabe einer PIN kann man sich gegenüber einer Maschine authentifizieren. Meist besteht ein PIN nur aus Zahlen, mittlerweile gibt es aber auch Nummern, die aus Zahlen und Buchstaben bestehen. Häufige Einsatzgebiete sind etwa Geldautomaten, Mobiltelefone und Online-Banking.

Postident-Verfahren

Das Postident-Verfahren wird von der Deutschen Post AG durchgeführt und soll das eindeutige und sichere Identifizieren von Personen ermöglichen. Meist wird das Verfahren angewendet, wenn Kreditinstituts-Kunden Finanzprodukte nutzen wollen und sich somit ausweisen müssen. Bei einer deutschen Post-Filiale wird dem Kunden nach Vorlage seines Personalausweises, bzw. Reisepasses ein Antrag beglaubigt und dieser dann an die Bank weitergeleitet. Der Service ist für Privatkunden kostenfrei.

Prepaid Kreditkarte

Kreditkarten auf Guthabenbasis werden landläufig als Prepaid Kreditkarten bezeichnet. Mit ihr kann im Rahmen des Karten-Guthabens bei allen Akzeptanzstellen bargeldlos bezahlt werden. Die Höhe des verfügbaren Guthabens wird vom Nutzer selber festgelegt. Durch den begrenzten Verfügungsrahmen gelten Prepaid-Kreditkarten als sicherer. Nur in wenigen Fällen, etwa bei Autovermietern, werden Guthaben-Kreditkarten nicht akzeptiert.

Prolongation

Prolongation (lat. prolungare = verlängern) beschreibt die Verlängerung der Laufzeit von Geldanlagen und Krediten. Es gibt 2 Formen: Bei der automatischen Prolongation wird zum Beispiel Festgeld im Vergleich bei Fälligkeit automatisch um die gleiche Laufzeit zum aktuellen Zinssatz verlängert. Falls Sie am Ende der Laufzeit über das Geld verfügen möchten, müssen Sie darauf achten, rechtzeitig zu kündigen. Als zweites gibt es noch die vom Kunden zu bestätigende Prolongation. In diesem Fall schreibt die Bank den Kunden vor Fälligkeit an und erfragt die Zustimmung, ob das Festgeld verlängert werden soll. Wenn der Kunde die Zustimmung verweigert, wird das Geld dem Referenzkonto gutgeschrieben und nicht wieder angelegt.

R
Rahmenkredit

Der Rahmenkredit ist eine preiswertere Alternative zum Dispositionskredit. Ähnlich wie beim Dispokredit wird dem Kunden ein finanzieller Verfügungsrahmen gewährt, über den er frei verfügen kann. Allerdings verpflichtet er sich, einen bestimmten Prozentsatz des in Anspruch genommenen Kredits monatlich abzuzahlen.

Darüber hinaus kann der Rahmenkredit jederzeit auch höher oder vollständig getilgt werden. Für die Bereitstellung eines Rahmenkredits berechnen die Banken in der Regel einige Prozentpunkte geringere Zinsen als beim Dispokredit.

Ratenkredit

Insbesondere wenn ein teurer Dispositionskredit über eine längere Zeit genutzt wird, bietet sich als Alternative der Ratenkredit an. Dieser kann von der Bank zweckungebunden eingeräumt werden, um beispielsweise den Dispokredit abzulösen. Der Ratenkredit wird dann durch feste monatliche Ratenzahlungen getilgt.

Zudem ist der Zinssatz für die vereinbarte Laufzeit garantiert, während dieser beim Dispokredit jederzeit angepasst werden kann.

Referenzkonto

Beim alltäglichen Zahlungsverkehr wird ein Konto benötigt, auf dem Ein- und Auszahlungen möglich sind. Im klassischen Fall ist dies ein Girokonto. Wer zum Beispiel ein Tagesgeldkonto eröffnen möchte, gibt dann sein Girokonto als sogenanntes Referenzkonto an. Dies ist notwendig, um von dort aus Geld auf das Tagesgeldkonto einzahlen und Beträge davon abheben zu können. Die Einrichtung eines Referenzkontos soll darüber hinaus den unerlaubten Zugriff auf das Tagesgeld erschweren.

Rendite

Die Rendite bezeichnet den Gesamterfolg, den realen Gewinn einer Kapitalanlage. Sie gibt das Verhältnis zwischen dem eingezahlten und dem ausgezahlten Kapital an, meist jährlich und als Zinssatz des angelegten Kapitals. Sie berechnet sich aus dem Gewinn (Zinsen, etc.) und den Kursschwankungen der Anlage.

S
Schufa

Die Schufa Holding AG (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditwürdigkeit) ist eine privatwirtschaftlich organisierte, deutsche Wirtschaftsauskunft mit Sitz in Wiesbaden, die von Kreditinstituten getragen wird. Ziel ist es, kreditgebende Institutionen vor Kreditausfällen und Kunden vor Verschuldung zu bewahren. Die Schufa speichert viele Millionen Einzeldaten und prüft nach Anfrage die Kreditwürdigkeit einzelner Kunden. Privatkunden können einmal jährlich kostenfrei einen Auzug über alle gesammelten Daten anfordern.

Bei einer Girokonto Eröffnung wird grundsätzlich die Schufa abgefragt und auf Grundläge der hinterlegten Daten dem Kontoantrag wider- oder entsprochen. Es gibt auch Angebote ohne Prüfung. Detials dazu finden Sie in unserem Ratgeber "Konto trotz Schufa".

Score-Wert

Mit dem Score-Wert wird die persönliche Kreditwürdigkeit bzw. Bonität ausgedrückt. Der von Wirtschaftsauskunfteien, beispielsweise der Schufa, ermittelte Wert basiert auf Informationen zum Zahlungsverhalten in der Vergangenheit. Daraus wird ein Score-Wert ermittelt, der die Wahrscheinlichkeit angibt, mit der ein Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommt.

Der Score-Wert wird üblicherweise für die Vergabe von Krediten herangezogen, aber auch für andere Ratenverpflichtungen, beispielsweise bei einem Mobilfunkvertrag.

SEPA

SEPA heißt „Single Euro Payments Area“ und bedeutet soviel wie einheitlicher europäischer Zahlungsverkehrsraum. Dies meint den Wegfall nationaler Grenzen im europäischen Zahlungsverkehr. Bankenkunden können somit im Euroraum Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen ohne Einschränkungen durchführen. Dadurch werden diese Transaktionen nicht nur einfacher und sicherer, sondern auch erheblicher preiswerter. Mehr dazu im Ratgeber "SEPA und die neue Kontonummer IBAN".

Sichteinlage

Sichteinlagen sind Einlagen, die „bei Sicht“, also ohne jede Kündigungsfrist fällig werden. Der Bankkunde kann demnach jederzeit und unmittelbar auf seine Einlagen zugreifen. Das Guthaben auf einem Girokonto ist ein gutes Beispiel für eine Sichteinlage: Der Kontoinhaber kann zu jedem Zeitpunkt und ohne Angabe von Gründen auf das Geld zugreifen, Überweisungen tätigen und Lastschriften vergeben.

Skimming

Unter Skimming versteht man den Diebstahl von Kredikarten- oder Bankkarten-Daten. Oft werden dabei neben den gespeicherten Informationen auf dem Magnetstreifen Zugangsdaten wie die PIN abgeschöpft. Die gestohlenen Daten werden anschließend auf eine Karte kopiert, mit der weitere Straftaten wie Kontoplünderung möglich sind. Skimming-Angriffe werden häufig durch täuschend echt anmutende Kartenschlitze an Bankautomaten durchgeführt. Über eine kleine Funkkamera gelangen die Verbrecher in den Besitz der eingegebenen PIN. Bei einem Skimming-Angriff auf Kreditkarten werden diese bevorzugt beim Bezahlen von Rechnungen durch ein zweites Lesegerät gezogen.

Sparbrief

Als Sparbrief werden festverzinsliche Anlageprodukte von Banken und Sparkassen bezeichnet. Dem Sparer wird ein fester Zinssatz oder ein fester Rückzahlungspreis zugesichert. Die am Markt befindlichen Angebote gelten als risikoarm und verbraucherfreundlich. Sparbriefe werden mit kurzen Laufzeiten von 12 Monaten bis hin zu langen Laufzeiten mit zehn Jahren angeboten. Dabei gilt, je länger die Laufzeit desto höher die Rendite.

Sparbuch

Das Sparbuch ist eine Form der langfristigen Geldanlage bei Kreditinstituten. Üblicherweise wird es genutzt, um Geld zurückzulegen oder von den Zinsen zu profitieren; es ist nicht für Transaktionsbewegungen vorgesehen. Ähnlich wie bei einem Girokonto erhält der Kunde eine Karte und ein dazugehörigen PIN, womit er auch Geld von seinem Sparbuch abheben oder einzahlen kann. Spar- und Anlageformen wie Tagesgeld oder Festgeld haben das Sparbuch jedoch fast vollständig abgelöst.

Sparer Pauschbetrag

Der Sparer Pauschbetrag wurde zusammen mit der Abgeltungssteuer eingeführt. Er entspricht dem früheren Sparerfreibetrag. Bis zu einem festen Betrag, aktuell 801 Euro für Ledige bzw. 1602 Euro für Verheiratete, müssen Kapitalerträge nicht versteuert werden. Dazu wird von dem kontoführenden Geldinstitut ein Freistellungsauftrag benötigt. Mit dem Freistellungsauftrag kann die Abführung der Abgeltungssteuer bis zum Sparer Pauschbetrag verhindert werden.

SSL-Verschlüsselung

Die Abkürzung SSL beschreibt den Secure Socket Layer und steht für das 1994 entwickelte Verschlüsselungsprotokoll, welches eine besonders sichere Datenübertragung im World Wide Web garantieren soll. Besonders private Daten, wie etwa Kreditkarteninformationen werden durch dieses Verfahren verschlüsselt, um sie vor Einsicht oder Manipulation zu sichern. Onlineshops und Banken nutzen das Verfahren für ihre Dienste im Internet. Eine Sichere Verbindung erkennen Sie in der Regel an einer optischen, meist grünen Hervorhebung der Internetadresse in der Browserzeile sowie an einem "https://".

Staatsbankrott

Als Staatsbankrott wird die vollständige oder auch nur teilweise Zahlungsunfähigkeit eins Landes bezeichnet. Als Ursache kann die Überschuldung eines Landes infrage kommen, aber auch die Weigerung einer Landesregierung bestehende Schulden zu begleichen. Gibt eine Staatsregierung den eigenen Bankrott bekannt, bedeutet dies zunächst den vollen Wertverlust aller Staatsanleihen. Die wichtigste Aufgabe eines Landes bleibt es dann Vertrauen zu schaffen, um neues Kapital zu bekommen.

Startguthaben

Vor allem zur Gewinnung von Neukunden bieten manche Geldinstitute für die Eröffnung eines Tagesgeldkontos oder Girokontos ein Startguthaben. Diese zusätzliche Bonifikation von meist 20 - 100 Euro ist jedoch oftmals an weitere Voraussetzungen z. B. einen Mindestanlagebetrag geknüpft. Auch wenn ein Startguthaben die tatsächliche Verzinsung verbessert, sollte es nur als zusätzlicher Anreiz angesehen werden. Vergleichen SIe die besten Angebote auf unserer Seite zu Girokonto Startguthaben.

SWIFT

Die Abkürzung SWIFT steht für Society for Worldwide Interbank Financial Telekommunikation und bezeichnet eine internationale Gesellschaft aus Banken, die ein Telekommunikationsnetz zwischen diesen Banken bereitstellt, worüber diese Nachrichten austauschen können. Die Gesellschaft mit Sitz in Belgien wurde 1973 gegründet und wird von den Mitgliedern selbst, den Banken getragen.

T
Tagesgeldkonto

Ein Tagesgeldkonto ist eine kurzfristigere Alternative für ein Sparbuch. Hier kann der Kunde täglich auf das Konto zugreifen und von den anfallenden Zinsen profitieren. Im Gegensatz zum Sparbuch entfällt beim Tagesgeldkonto die Kündigungsfrist. Der Kunde ist somit flexibler. Wie beim Sparbuch sind für ein Tagesgeldkonto keine Transaktionen auf andere Konten vorgesehen, sodass es sich auch hier lediglich um eine Geldanlage handelt. Transaktionen sind nur auf oder zu einem hinterlegten Girokonto möglich.

TAN

Die Abkürzung TAN beschreibt eine Transaktionsnummer, die im Bank-Wesen, als Einmalpasswort insbesondere für Online-Banking-Aktionen verwendet wird und die Sicherheit dabei erhöhen soll. Zusätzlich zu den Transaktionsnummern müssen die Kunden alle Aktionen durch eine PIN bestätigen. Die TAN wird dem Kunden direkt vom Kreditinstitut ausgehändigt. Unterschieden werden neben den herkömmlichen Transaktionsnummern auch indizierte (iTAN) und mobile (mTAN) TANs.

Telefon-Banking

Viele Banken bieten neben dem Online-Banking auch das Telefon-Banking an, damit Kunden ihre Bankgeschäfte bequem per Telefon erledigen können. Zahlungsaufträge lassen sich, je nach Bank, entweder über einen Sprachcomputer eingeben oder werden einem Service-Mitarbeiter persönlich mitgeteilt. Grundvoraussetzung für die Teilnahme am meist kostenlosen Telefon-Banking ist eine Telefon-PIN, die von der Bank zugeschickt wird. Zur Legitimation muss diese PIN dann zusammen mit der Konto- bzw. Kundennummer bei jedem Anruf über die Telefontastatur eingegeben werden. Anschließend können der Kontostand abgefragt, Überweisungen in Auftrag gegeben oder Lastschriften zurückgebucht werden.

Termingeld

Mit Termingeld sind kurz- bis mittelfristige Kapitalanlagen mit Kündigungsfrist gemeint. Anders als beim Tagesgeld kann der Inhaber also nicht jederzeit auf die Anlage zugreifen. Im Gegenzug bekommt er häufig attraktivere Zinskonditionen angeboten. Der Garantiezins wird von der Bank über die Dauer der Laufzeit zugesichert. Eine vorzeitige Kündigung außerhalb der Laufzeit zieht in der Regel den Verlust des Zinsvorteils und Strafgebühren nach sich.

Ü
Überweisung

Eine Überweisung bezeichnet das Übertragen eines Geldbetrages von einem Konto auf ein anderes Konto und wird vom Kunden des jeweiligen Kreditinstitutes angewiesen. Dies kann von einem Terminal in einer Filiale oder über das Online-Banking-Verfahren erfolgen. Eine Überweisung kann zeitnah, meist schon innerhalb weniger Tage geschehen oder über z.B. Daueraufträge zu einem bestimmten Zeitpunkt oder regelmäßig erfolgen. Überweisungen sind nur von einem Kontokorrentkonto, meist Girokonto, möglich.

Überziehung geduldet

Verfügt ein Konto nicht mehr über eine ausreichende Deckung und der eingeräumte Dispokredit, ist bereits ausgeschöpft, kommt es zu einer geduldeten Überziehung, wenn die Bank einen Zahlungsvorgang dennoch ausführt. Auf diese Zahlung hat der Kontoinhaber keinen Anspruch und ist zur zügigen Rückzahlung verpflichtet. Die fälligen Überziehungszinsen sind erheblich (oftmals 12- 15 Prozent) und liegen deutlich über den Dispozinsen.

U
Umschuldung

Der Begriff "Umschuldung" bezeichnet die Ablösung eines Darlehens durch einen neuen Kredit. Es tritt also eine neue Verschuldung ein, mit der die alte Verschuldung teilweise oder gänzlich abgegolten wird. Im Falle günstiger Konditionen kann eine Umschuldung helfen, einen für den Verbraucher sehr nachteiligen Schuldtitel wie z.B. ein Dispositionskredit mit hohen Zinsen, abzulösen.

Umzugsservice

Ein Wechsel des Girokontos ist mit zahlreichen Formalitäten verbunden. Der Arbeitgeber benötigt die neuen Kontodaten, Lastschriftverfahren und Daueraufträge müssen umgestellt werden. Immer öfter bieten Banken deshalb einen meist kostenlosen Umzugsservice an. Dieser beinhaltet die Kündigung bei der alten Bank, die automatische Umstellung der Daueraufträge und die Überweisung vorhandener Guthaben.

Teilen Sie der Bank auch die Empfänger von Lastschriften mit, beispielsweise Versicherungen oder Stromanbieter, so werden auch diese informiert. Trotz dieses Komforts sollten Sie für eine kurze Übergangszeit beide Konten weiterführen, um Fehlbuchungen zu vermeiden. Wer sein Girokonto selbst kündigen möchte, findet eine Anleitung in unserem Ratgeber "Konto kündigen"

Und-Konto

Ein Und-Konto ist eine Form des Gemeinschaftskontos. Jede Transaktion von einem Und-Konto bedarf der Zustimmung der anderen Kontoinhaber. So muss jede Überweisung genauso gemeinsam entschieden werden wie die Einrichtung eines Dauerauftrages oder Rückbuchungen. Da sich das Und-Konto in der Praxis als umständlich und schwierig umsetzbar erweist, kommt es in der Regel nur bei Zweckgemeinschaften wie zum Beispiel Erbgemeinschaften zum Einsatz.

Universalbanken

Im Gegensatz zu spezialisierten Banken bieten Universalbanken ihren Kunden die gesamte Palette an Finanzdienstleistungs- und Bankgeschäften an. So offerieren Universalbanken Aktien-, Einlagen-, Investment- und Wertpapiergeschäfte, sowie alltägliche Dienstleistungen wie Überweisungen und Zahlungsverkehr. Auch Lebensversicherungen können abgeschlossen werden. Nicht in allen Staaten sind Universalbanken so akzeptiert wie in Deutschland: in den USA und in Großbritannien werden die meisten Finanzgeschäfte nach wie vor über spezialisierte Banken abgewickelt. Rechtsexperten begründen dies mit der erhöhten Transparenz und der damit einhergehenden einfacheren Strafverfolgung.

Unternehmensanleihe

Unternehmensanleihen sind Schuldverschreibungen, mit denen Geld am Kapitalmarkt aufgenommen wird. Beim Kauf einer Unternehmensanleihe stellt der Gläubiger Geld für Investitionen zur Verfügung. Dieser Kredit ist auf eine bestimmte Zeit festgelegt. Nach Ablauf dieser Zeit erhalten die Investoren den Einsatz für die Unternehmensanleihe zurück und bekommen einen vorher vereinbarten Zinssatz zusätzlich ausgezahlt. Unternehmensanleihen werden üblicherweise an Börsen und über Banken gehandelt.

V
V Pay

V Pay ist eine 2006 eingeführte Debit-Karte der VISA Inc. Sie basiert auf der EMV-Technologie und ist mit einem Chip anstelle eines Magnetstreifens ausgestattet. So ist eine V Pay-Karte vor Sicherheitsrisiken wie Skimming geschützt. V Pay wird in der Europäischen Union und in zahlreichen weiteren Ländern wie Israel, Dänemark, Norwegen, Schweiz, Türkei, etc. genutzt. Die Akzeptanz einer Bankkarte mit V Pay-Technologie wird durch das entsprechende Zeichen kenntlich gemacht. Die V Pay-Karten deutscher Banken werden auch an allen Stellen mit dem Logo für die Girocard akzeptiert. Eine Verwendung von V Pay ist in Russland, USA, Asien und der Ukraine derzeit nicht möglich, da die Karte in diesen Staaten nicht gelesen werden kann.

Verlustrisiko

Als Verlustrisiko wird ein Risiko bezeichnet, das bei der Investition in Anlagen wie z.B. Aktien entsteht. Der Investor kann Teile seiner Investition oder sogar alles verlieren, wenn das betroffene Unternehmen bankrott geht. Die Höhe des Verlustrisikos ist abhängig von der Form der Anlage.

Verzinsung

Die Verzinsung bezeichnet den Prozess, der beginnt, wenn ein Gläubiger einem Schuldner Kapital für einen bestimmten Zeitraum überlässt und für diesen Kredit Gebühren anfallen. Die Verzinsung wird häufig als Prozentsatz für einen bestimmten Zeitraum angegeben. Beispielsweise für 10 Jahre. Wie hoch der Zinssatz jedoch ist, obliegt oftmals dem Verhandlungsgeschick der Vertragspartner. Die Verzinsung beim Dispositionskredit wird hingegen immer von der Bank festgelegt. Auch die Verzinsung beim Tagesgeld oder Girokonto kann jederzeit von der Bank geändert werden. Eine Zustimmung durch den Kunden ist nicht erforderlich.

Video-Ident

Das Video-Ident-Verfahren ist eine neue Möglichkeit der Identifikation. Der Bankkunde führt eine Videokonferenz mit dem Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma. Dieser lässt sich mit dem Personalausweis, der vor einer Webcam auf und ab geschwenkt wird, die Identität bestätigen. Zuvor wurde ein eindeutiger mehrstelliger Verifizierungscode versendet, mit dem der Neukunde sich zusätzlich ausweist. Abschließend wird der gesamte Vorgang mit einer TAN bestätigt. Video-Ident wird derzeit für die Kontoeröffnung verwendet. Insbesondere Direktbanken profitieren von der Technologie, da Neukunden sich bisher nur durch das Postident-Verfahren registrieren konnten. Details zum VideoIdent Verfahren und Konten ohne Postident finden Sie in der Rubrik Tipps.

Beim ING-DiBA Tagesgeld, DKB-Cash und bei der Comdirect Bank wird das Verfahren bereits eingesetzt. Bei diesen Banken können Sie ein Konto eröffnen, ohne sich bei der Post ausweisen zu müssen. 

Vorfälligkeitsentschädigung

Eine Vorfälligkeitsentschädigung ist ein Ausgleich, der bei einem Darlehen wie z.B. einem Kredit gezahlt wird. Es geht dabei um den Ausgleich wirtschaftlicher Nachteile wie Zinsverluste für den Darlehensgeber, wenn der Darlehensnehmer das geliehene Geld früher als vereinbart zurückgibt. Die Vorfälligkeitsentschädigung kann sich jedoch nur im Rahmen des gesetzlichen Kündigungsrechts ausdrücken. So darf jedes Baudarlehen 10 ½ Jahre nach Vertragsabschluss zurückgezahlt werden, ohne dass dem Darlehensnehmer Nachteile daraus entstehen. Frühere Kündigungsmöglichkeiten sind davon abgesehen verhandelbar.

Z
Zinsen

Als Zinsen bezeichnet man im Bankenwesen eine Gebühr, die für einen Schuldner dafür anfällt, dass ihm ein Gläubiger bestimmte Geld- oder Sachbeträge für einen Zeitraum zur Verfügung stellt. Der aktuelle Zinssatz, abhängig von wirtschaftlicher Lage und Nachfrage, wird in einem vorab abgeschlossenen Vertrag festgelegt. Zinsen werden im Bereich der Girokonten entweder als Guthabenverzinsung an den Kunden gezahlt oder von der jeweiligen Bank als Kreditzinsen für überzogene Geldbeträge in Rechnung gestellt. Die Zinsen für Dispositionskredite unterscheiden sich signifikant. Zinsen für Tagesgeld können täglich geändert werden. Festgeldzinsen werden hingegen vor Vertragsabschluss festgelegt und besitzen bis zum Laufzeitende Gültigkeit.

Zinseszins

Bei Tagesgeldkonten gibt es drei mögliche Zeitpunkte für die tagesgenaue Berechnung der Verzinsung, am Ende eines Monats, eines Quartals oder eines Jahres. Weil Zinsgutschriften dem Tagesgeldkonto gutgeschrieben werden und dadurch das Guthaben erhöhen, haben sie direkten Einfluss auf den Zinseszinseffekt – je kürzer die Intervalle der Zinsgutschrift, desto stärker die Auswirkung auf die Verzinsung.

Zinsgarantie

Mit der Zinsgarantie versichern Banken ihren Kunden, einen festen Zinssatz für das entsprechende Anlageprodukt beizubehalten. Entweder wird die Zinsgarantie für einen bestimmten Zeitraum oder bis zu einem festgelegten Datum ausgesprochen. In beiden Fällen wird die Zinsgarantie üblicherweise mit Eröffnung des Kontos wirksam. Insbesondere bei Fest- und Tagesgeldkonten spielt die Zinsgarantie eine wichtige Rolle für Anleger.

Zinsstaffelung

Eine Zinsstaffelung kommt unter anderem bei laufenden Guthabenkonten zum Einsatz, wenn eine bestimmte Einnahmegrenze über- oder unterschritten wird. So werden bei einer Überschreitung höhere Zinsen berechnet. Allerdings kann auch der umgekehrte Fall eintreten. Zum Beispiel, wenn bei einem Tagesgeldkonto mit Zinsstaffelung mit einem niedrigeren Zinssatz vergütet wird, sobald der angelegte Betrag eine bestimmte Grenze überschreitet. Darüber hinaus können Zinsen niedriger werden, wenn sich weniger Geld auf dem Konto befindet. Banken unterscheiden hier in mehreren Staffelschritten oder einer Zinsstaffelung mit Auswirkungen auf die gesamte Einlage.

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