Keine Chance den Schulden: Neues Jugend-Projekt gestartet

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Die Diakonie Krefeld führt ein deutschlandweit einzigartiges Projekt: Schüler sollen spielerisch lernen, welche Folgen eine Verschuldung haben kann und so den Umgang mit Geld verbessern. Ein Beispiel, das Schule machen könnte.

Details Ursachen Prävention

Das Projekt

Im Rahmen des Aktionstages „Bank und Jugend“ arbeitet die Schuldnerberatung der Diakonie Krefeld und Viersen daran, Jugendliche über die Gefahren einer Verschuldung aufzuklären. Für diesen Zweck wird ein Konzept umgesetzt, das aus Theater- und Quiz-Elementen besteht.

Zu Beginn des Programms erhalten die Schüler grundlegende Informationen über die Funktionsweise eines Girokontos und die Arbeit von Banken. Der zweite Teil dreht sich um die Folgen von Verschuldung: Was geschieht, wenn Rechnungen nicht mehr bezahlt werden können? Um die Konsequenzen möglichst greifbar zu machen, spielen Auszubildende der Volksbank Krefeld und das Krefelder Jugendtheater „Juckreiz“ diese durch. Um das gewonnene Wissen zu festigen, absolvieren die jungen Leute ein abschließendes Quiz.

Verschuldung in der Jugend

Dass finanzielle Schwierigkeiten kein Thema ist, das erst im Erwachsenenalter aufkommt, weiß der Schuldnerberater Helmut Peters gut. So berät er Jugendliche, die sich mit Handy-Verträgen oder Kartenzahlungen ohne ausreichende Kontodeckung in die Verschuldung manövriert haben.

Auch Schulleiter Joachim Sczyrba schätzt die Aktion, da das Thema seiner Ansicht nach sehr wichtig sei. So sieht Sczyrba im sozialen Druck, den Handy-Spiele auslösen, einen bedenklichen Faktor hin zur Verschuldung.

Dass Geldprobleme schon früh beginnen können, sieht Berater Peters ähnlich. Deshalb setzt die Diakonie bereits in Kindergärten an. So will der Schuldnerberater Vertrauen bilden: „Dadurch, dass wir mit den Kindern und Jugendlichen bereits früh in Kontakt kommen, bauen wir spätere Berührungsängste ab.“

Gesunder Umgang mit Geld

Den am Projekt Beteiligten ist es wichtig, eine effektive Prävention zu leisten. Jugendliche sollen einen gesunden Umgang mit Geld und Ausgaben lernen, um später nicht in Schuldenfallen zu geraten. Dass in dieser Hinsicht Bedarf besteht, zeigte der populär gewordenen Tweet einer Schülerin über fehlende wirtschaftliche Lehrinhalte. Womöglich hilft ein derartiges Intensiv-Projekt besser als eine komplette Umstrukturierung des Lehrplans.

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