Betrüger waschen Geld über deutsche Girokonten

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Immer mehr Kriminelle waschen Geld über das Internet. Mit verschiedenen Strategien versuchen sie, deutsche Kontoinhaber für ihre Straftaten zu ködern. Kontofinder informiert über die aktuellen Maschen und gibt wertvolle Tipps, wie Sie sich schützen können.

Wie arbeiten die Betrüger? Komplizen machen sich strafbar Starke Zunahme von Anzeigen Vorsicht vor neuen Maschen

Wie arbeiten die Betrüger?

Einnahmen aus kriminellen Geschäften müssen „gewaschen“ werden. Für diesen Zweck suchen Betrüger, die vornehmlich im Ausland sitzen, Komplizen. Sie versenden Massen-E-Mails, in denen sie angeblich auf der Suche nach „Finanzagenten“ sind oder eine große Summe Geld geerbt haben und nun den "rechtmäßigen" Besitzer suchen.

Fällt eine Person darauf herein und meldet sich, bekommt diese eine Provision angeboten. Dafür soll sie ihr privates Girokonto für Transfers zur Verfügung stellen. Anschließend überweisen die Täter Geld, das der „Finanzagent“ in bar abheben und zurück ins Ausland schicken soll.

Komplizen machen sich strafbar

Gehen Sie auf gar keinen Fall auf dieses oder ähnliche Angebote ein. Geldwäsche ist hierzulande eine Straftat, die nach deutschem Recht mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe geahndet wird. Unwissenheit oder Leichtgläubigkeit schützen hiervor nicht. Dies bestätigt auch Polizeisprecher Rudi Sonntag: „Wer einen Job ungefragt per E-Mail angeboten bekommt, bei dem man ungewöhnlich viel Geld verdienen kann, kann davon ausgehen, dass diese Offerte unseriös ist.“

Hilfreich für Kontoinhaber sind daher die Berichte aus den Medien und die Hinweise der Polizei. Doch obwohl die Informationslage gut ist, gilt erhöhte Wachsamkeit. „Die Täter greifen ständig zu neuen Methoden“, sagte Sonntag in diesem Zusammenhang.

Starke Zunahme von Anzeigen

Zwischen 2008 und 2013 ist die Anzahl von Geldwäsche-Anzeigen explosionsartig um 90 % gestiegen. Bei der für diese Vorfälle zuständigen Staatsanwaltschaft in Eberswalde gingen im vergangenen Jahr 780 Verfahren ein.

Behördenleiterin Claudia Grimm ist überzeugt, den Weg der gewaschenen Summen zu kennen: „Die Spur des Geldes führt zu 99 % ins Ausland“. Eine länderübergreifende Zusammenarbeit funktioniere dabei nicht immer optimal. So habe Russland bisher überhaupt nicht reagiert.

Vorsicht vor neuen Maschen

Die Geldwäscher arbeiten mit vielen Tricks, darunter auch dem falschen Versprechen auf einen Gewinn. Hierfür solle der Betroffene lediglich eine Gebühr überweisen. Kann derjenige die Gebühr nicht bezahlen, überweisen die Betrüger einen „Vorschuss“. Staatsanwältin Grimm zufolge seien vor allem ältere Menschen gefährdet, auf die Methoden der Kriminellen hereinzufallen.

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