Kontoführungsgebühren Vergleich

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Kontoführungsgebühren müssen nicht sein. Durch den starken Konkurrenzkampf der Banken ist es mittlerweile möglich, nicht einen Euro für die Kontoführung auszugeben. Welche Girokonten ohne Kontoführungsgebühren eine gute Wahl sind und was es zu beachten gilt, erfahren Sie auf dieser Seite.

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Kurze Frage – Kurze Antwort

Wofür verlangt die Bank Gebühren?

Bevor Sie sich für ein neues Girokonto entscheiden, lohnt sich ein Blick in das Preis- und Leistungsverzeichnis. Hier ist eine Auflistung der häufigsten Kontogebühren.

monatliche Grundgebühr / Kontogebühr

Vor allem Filialbanken verlangen aufgrund der persönlichen Beratung und des Filialnetzes einen monatlichen Grundbetrag für die Bereitstellung des Girokontos. Häufig liegt dieser zwischen drei und fünf Euro. Wenn Sie Ihr Girokonto ausschließlich online nutzen, wird es günstiger. Premium-Konten, die noch mehr Leistungen bieten, kosten bis zu 10 Euro im Monat. Sie rentieren sich nur für wenige Kontonutzer. Die meisten Direktbanken verlangen keine Grundgebühr und bieten ihr Girokonto kostenlos an.

Gebühren EC-Karte / Girocard

Bei fast allen Girokonten ist eine Girocard kostenlos enthalten. Einige Kreditinstitute, darunter vor allem ethische Banken, verlangen eine Jahresgebühr zwischen fünf und 15 Euro. Achten Sie darauf, an welchen Automaten Sie kostenlos Bargeld abheben können und wie teuer das Bezahlen mit der Girocard im Nicht-Euro-Raum ist. Zusätzliche Kosten kommen auch auf Sie zu, wenn Sie eine Ersatzkarte benötigen oder Ihre PIN vergessen haben.

Kosten für Kreditkarte

Wie bei der Girocard bieten vor allem die großen Direktbanken Deutschlands kostenlose Kreditkarten zum Girokonto an. Mit der VISA-Kreditkarte zum DKB-Girokonto können Sie zum Beispiel weltweit kostenlos Bargeld beziehen und in Geschäften innerhalb der Eurozone gebührenfrei bezahlen. Filialbanken berechnen häufig eine Jahresgebühr von 15 bis 20 Euro. Premium-Kreditkarten, die einen Reiseschutz und andere Versicherungsleistungen enthalten, kosten mehr als das Doppelte und lohnen sich erst, wenn Sie mit Ihrer Familie mehrmals im Jahr verreisen. Legen Sie Wert auf eine Kreditkarte, schauen Sie vor der Kontoeröffnung, in das Preis- und Leistungsverzeichnis, um die Jahresgebühr und die Kosten für das Bezahlen / Geldabheben einzusehen.

Kosten für Überweisungen

Beleghafte Überweisungen, bei denen Sie den Überweisungsschein in der Filiale abgeben sind oft teurer. Gebühren bis zu 2 Euro pro Zahlungsauftrag sind die Regel. Für beleglose Überweisungen, die Sie per Online-Banking oder am Banking-Terminal in der Filiale in Auftrag geben, verlangen viele Kreditinstitute keine Kontogebühren, weil der Bearbeitungsaufwand für die Bank deutlich geringer ist. Eine Ausnahme sind Überweisungen via Telefon-Banking. Auch wenn es sich hierbei um eine Überweisung ohne Beleg handelt, verlangen einige Banken eine Gebühr, wenn Sie direkt mit einem Mitarbeiter sprechen.

Verrechnungsscheck Gebühren

Für das Einreichen inländischer Schecks in Euro wird meist keine Gebühr verlangt. Möchten Sie allerdings einen Scheck in Fremdwährung, zum Beispiel US Dollar oder Britische Pfund einlösen, fällt bei nahezu alle Banken eine Kontogebühr an. In der Regel ein Prozentbetrag der Schecksumme. Ein Mindestbetrag wird immer berechnet.

Kosten für Bargeldeinzahlungen

Bargeldeinzahlungen am Schalter verursachen bei einigen Banken Gebühren von bis zu fünf Euro. Einzahlungen über einen Einzahlungsautomat (bei Filialbanken) sind fast immer gebührenfrei. Erkundigen Sie sich bei der Nutzung eines Direktbank Girokontos, ob und wenn ja, wo Sie Geld einzahlen können und mit welchen Kosten zu rechnen ist.

Gebühren für Rücklastschriften

Wenn eine Lastschrift mangels Deckung nicht ausgeführt werden kann oder vom Zahlungspflichtigen zurückgegeben wird, kommt es zur Rücklastschrift. Die Gebühren trägt dabei Derjenige, der an der Rücklastschrift Schuld hat. Sie als Zahlungspflichtiger müssen keine Gebühren zahlen, wenn der Betrag unberechtigt von Ihrem Konto abgebucht wurde. Sollten Sie hingegen die Lastschrift unberechtigt zurückgeben oder die Lastschrift mangels Deckung nicht ausgeführt werden, tragen Sie die Kosten von bis zu 10 Euro Kosten selbst.

Gebühren für Kontoauszüge

Kontoauszüge gibt es am Kontoauszugsdrucker online oder per Post. Für den Versand der Auszüge verlangen viele Banken Portogebühren. Zusätzlich kommen Kosten auf Sie zu, wenn Sie Ihre Auszüge nicht regelmäßig abholen und die Bank Ihnen diese zuschicken muss. Besonders Kunden der Consorsbank erhalten regelmäßig Briefpost mit den Kontobewegungen. Abbestellen unmöglich.

Zinsen für Dispokredit und Kontoüberziehung

Nutzen Sie Ihren Dispokredit, berechnet die Bank Zinsen. Die günstigsten Dispozinsen liegen aktuell zwischen 4,80 % und 7,50 %. Durchschnittlich verlangen Banken zwischen 8 und 11 %. Die Zinsen bei der geduldeten Überziehung sind häufig höher. Achten Sie auf die Höhe der Überziehungszinsen, wenn Sie die Möglichkeit in Anspruch nehmen wollen.

Wovon sind Kontoführungsgebühren abhängig?

Die Kontoführungsgebühren sind von folgenden Faktoren abhängig:

  • Direktbank oder Filialbank: Filialbanken verlangen im Schnitt höhere Kontoführungsgebühren, da sie ein Filialnetz mit persönlicher Betreuung unterhalten müssen. Bei Direktbanken entfallen diese Kosten.
  • Mindestgeldeingang: Einige Girokonten sind nur kostenlos, wenn regelmäßig Gehalt oder Lohn zwischen 500 und 1.200 Euro eingeht.
  • Beleghafte Buchungen: Jede beleghafte Buchung, bei der ein Mitarbeiter persönlich einen Beleg verarbeiten muss, bedeutet mehr Aufwand für die Bank und damit höhere Kontogebühren für Sie. Beleglose Buchungen via Online-Banking oder per Homebanking-Software sind hingegen häufig kostenfrei.
  • Dispokredit und Kontoüberziehung: Je länger und höher Sie Ihr Girokonto überziehen, desto höher die Überziehungszinsen.
  • Auslandseinsatz: Geld abheben oder mit der EC-/Girocard in Nicht-Euro-Ländern bezahlen kostet extra.
  • mobileTAN-Verfahren: Einige Banken berechnen Gebühren für die Zusendung einer TAN per SMS. Achten Sie darauf, wenn Sie monatlich viele Überweisungen tätigen.

So vermeiden Sie Kontogebühren

Es ist möglich, nicht einen Cent für die Nutzung des Girokontos auszugeben, wenn Sie die folgende Hiweise beherzigen:

  1. Wählen Sie ein kostenloses Girokonto ohne Kontoführungsgebühren und ohne monatlichen Grundpreis.
  2. Achten Sie auf eine kostenlose Girocard und gratis Kreditkarte die beim Bezahlen oder Geldabheben keine Gebühren verursachen.
  3. Überziehen Sie Ihr Girokonto nicht und verzichten Sie auf die Einrichtung eines Dispokredites.
  4. Holen Sie rechtzeitig Ihre Kontoauszüge, auch im Online-Banking
  5. Wickeln Sie Ihren gesamten Zahlungsverkehr möglichst über das Online-Banking ab, um beleghafte Buchungen zu vermeiden
  6. Nutzen Sie in Deutschland ausschließlich Bargeldautomaten der Banken im richtigen Bankenverbund.
  7. Achten Sie immer auf ausreichend Kontodeckung
  8. Vermeiden Sie Bargeldeinzahlungen am Schalter

Kann ich Kontoführungsgebühren von der Steuer absetzen?

Ja, als Arbeitnehmer können Sie Kontoführungsgebühren in der Steuererklärung pauschal mit 16 Euro als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit ansetzen. Dabei müssen Sie keinen zusätzlichen Nachweis über die angefallenen Kosten erbringen. Wenn es sich hingegen um ein Geschäftskonto handelt, sind die Kontoführungsgebühren als Betriebsausgabe abzugsfähig.

Muss ich als Student bzw. Auszubildender auch Kontoführungsgebühren bezahlen?

Nein, für Studenten und Auszubildende gibt es viele kostenlose Bankkonten ohne Kontogebühr. Nutzen Sie unseren Studentenkonto Vergleich. Die Banken erhoffen sich, dass Sie nach Ihrem Studium gut verdienen, das Konto aktiv nutzen und dem Institut treu bleiben. Daher wird das Studentenkonto von vielen Banken ohne Kontoführungsgebühr bereitgestellt.

Kontogebühren

Noch Fragen?

Haben Sie noch weitere Fragen zum Thema Kontoführungsgebühren, die Sie gerne beantwortet hätten? Dann setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.

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