Firmenfestgeld Vergleich

Stand: 19.08.2022

Konto hinzufügen

Festgeld für Geschäftskunden

Fragen und Antworten zum Firmenfestgeld

Das Firmenfestgeld ist eine gebührenfreie Form der Geldanlage, bei der Geschäftskunden eine Summe für einen bestimmten Zeitraum zu einem festen Zinssatz anlegen. Häufig werden sowohl kurze Laufzeiten von 1 bis 12 Monaten als auch längere Laufzeiten von bis zu 10 Jahren angeboten. Im Gegenzug für den garantierten Zinssatz kommen Sie während der Laufzeit nicht an Ihr Geld. Die Banken verlangen meist eine bestimmte Mindestanlagesumme von mehreren Tausend Euro, damit das Business Festgeld überhaupt eröffnet werden kann. Die Zinsen werden bei kurzen Laufzeiten dem Referenzkonto bei Fälligkeit gutgeschrieben und bei längeren Zeiträumen jährlich auf dem Referenzkonto oder dem Festgeldkonto selbst ausgezahlt. Häufig muss das Festgeld von den Geschäftskunden rechtzeitig gekündigt werden. Sonst wird das Firmenfestgeld bei Fälligkeit um die gleiche Laufzeit und zu dem dann gültigen Zinssatz automatisch verlängert.

Folgende Personen bzw. Unternehmen sind berechtigt, ein Business Festgeld zu eröffnen:

  • im Handelsregister eingetragene Unternehmen (z.B. GmbH, OHG, AG, KG)
  • im Vereinsregister eingetragene Vereine (e.V.)
  • Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbR)
  • Selbstständige und Gewerbetreibende
  • Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG)
  • freiberufliche Mediziner, Juristen und Wirtschaftsprüfer
  • Stiftungen

Versicherungen, Banken und andere institutionelle Anleger dürfen kein Firmenfestgeld eröffnen.

Wenn mehrere der folgenden Punkte auf Sie zutreffen, ist das Firmenfestgeld für Sie eine geeignete Anlageform:

  • Sie benötigen für längere Zeit nicht Ihr gesamtes Firmenkapital.
  • Sie legen Wert auf einen festen, garantierten Zinssatz, der Ihnen Planungssicherheit verschafft.
  • Sie wollen eine sichere und kostenlose Geldanlage.
  • Sie suchen eine risikoarme Geldanlage und sind bereit, dafür auf attraktivere Konditionen zu verzichten.

Das Wichtigste ist, dass Ihre persönlichen Bedürfnisse und Erwartungen durch das Festgeldprodukt erfüllt sind. Eine attraktive Verzinsung für einen sinnvollen Anlagezeitraum steht bei den meisten Geschäftskunden an erster Stelle. Ebenfalls wichtig ist die Absicherung der Einlage. Während bei ausländischen Kreditinstituten nur Einlagen bis 100.000 Euro abgesichert sind, liegt die Einlagensicherung deutscher Banken häufig im Millionenbereich. Ein niedriger Mindestanlagebetrag garantiert, dass Sie flexibel bleiben und nicht zu viel Geld auf einmal fest anlegen müssen. Abschließend sollte die Bank zuverlässig sein, einen guten Service bieten und sowohl die Kontoeröffnung als auch die Auszahlung bei Fälligkeit schnell und unkompliziert abwickeln.

Es steht eine breite Palette an Zeiträumen zur Auswahl. Neben kurzen Laufzeiten von 1 Monat, 3 Monaten, 6 Monaten und 12 Monaten gibt es auch längere Laufzeiten von 2 bis teilweise 10 Jahren. Lange Laufzeiten sind aufgrund der aktuellen Niedrigzinsphase jedoch nicht ratsam. Wenn das Zinsniveau später wieder steigt, wären Sie zu diesem Zeitpunkt immer noch an den niedrigeren Zinssatz fest gebunden.

Gerade bei Business Festgeldkonten ist häufig ein bestimmter Mindestanlagebetrag Pflicht. Dieser ist von Bank zu Bank unterschiedlich und liegt meist zwischen 5.000 € und 10.000 €. Sehr selten wird auch gar kein Mindestanlagebetrag verlangt. Nach oben hin gibt es meist keine von den Banken öffentlich gemachte betragliche Begrenzung. Sie können bei vielen Kreditinstituten also auch mehrere Millionen Euro anlegen.

Grundsätzlich ist eine vorzeitige Kündigung nicht möglich. Einige Banken machen aber in Notfällen eine Ausnahme, zum Beispiel wenn bei Krankheit, Insolvenz oder dem Tod des Firmenkunden das angelegte Geld sehr dringend benötigt wird.

Das Festgeld ist bereits die beliebteste Anlageform unter Geschäftskunden. Gerade wenn Sie flexibler sein und täglich über Ihr Kapital verfügen wollen, ist das Firmentagesgeld eine Alternative. Sollten Sie eine höhere Verzinsung anstreben, müssen Sie auch ein größeres Risiko in Kauf nehmen. Optionen wären dann Fonds, wie zum Beispiel Aktienfonds, Mischfonds, Immobilienfonds und Geldmarktfonds. Gerade bei höher verzinsten Anlageformen ist es wichtig, dass Sie sich umfangreich informieren und sich stets über die Chancen und Risiken bewusst sind.

Kontoführung

Das Festgeld für Geschäftskunden ist kostenlos. Gebühren fallen nur an, wenn Sie gesonderte Leistungen in Anspruch nehmen wollen, zum Beispiel Kontoauszüge per Post anstatt über das Online-Banking.

Heutzutage können Sie bei den meisten Banken das Festgeld für Geschäftskunden direkt online eröffnen. Nach erfolgreicher Kontoeröffnung, einschließlich Legitimation, wird der vereinbarte Betrag in einer Summe auf das Konto eingezahlt. Für die Auszahlung der Zinsen müssen Sie ein Referenzkonto angeben. Dies ist meist Ihr Geschäftskonto. Einige Banken verlangen aber auch die Nutzung des bankeigenen Geschäfts- oder Tagesgeldkontos als Referenzkonto. Die Kontoauszüge sind über das Online-Banking downloadbar oder werden gegen eine Gebühr per Post verschickt. Am Ende der Laufzeit wird das Geld dann je nach Bank und Ihrer Anweisung ausgezahlt oder automatisch um den gleichen Zeitraum verlängert.

Nein, bei den meisten Banken können Sie ein Konto bei einer anderen Bank angeben. In einzelnen Fällen wird jedoch verlangt, dass Sie das bankeigene Girokonto oder Tagesgeldkonto als Referenzkonto benutzen, zum Beispiel bei der Volkswagen Bank und der Audi Bank.

Ja, beim Großteil der Banken tut es das. Schauen Sie daher genau, wann Sie spätestens kündigen müssen und richten Sie sich einen Termin in Ihrem Kalender ein. Gerade wenn Sie das Geld für mehrere Jahre anlegen und dann vergessen, rechtzeitig zu kündigen, ist es sehr ärgerlich, wenn das Geld bei Fälligkeit erneut für mehrere Jahre zu dem dann gültigen Zinssatz angelegt wird.

Zinsen und Boni

Dies ist von Bank zu Bank unterschiedlich. Am häufigsten werden die Zinsen jährlich am Jahresende entweder dem Festgeldkonto selbst oder dem Referenzkonto gutgeschrieben. Bei kürzeren Laufzeiten unter einem Jahr erfolgt die Zinszahlung bei Fälligkeit der Festgeldanlage.

Anders als bei Privatpersonen unterliegen die Zinsgewinne im betrieblichen Bereich nicht der Abgeltungssteuer. Zudem existiert kein Sparerfreibetrag. Die Zinserträge kommen als Unternehmensgewinne mit in die Gewinn- und Verlustrechnung und werden entsprechend versteuert.

Sicherheit

Durch die Finanzkrise ist die Sicherheit der Geldanlage noch stärker in den Fokus gerückt. Werfen Sie daher immer einen genauen Blick auf die Einlagensicherung Ihrer favorisierten Bank. Die Einlagensicherung sagt aus, bis zu welchem Betrag Ihr angelegtes Geld im Falle einer Bankeninsolvenz geschützt wäre. Einlagen sind bei Banken innerhalb der Europäischen Union durch die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € pro Kunde abgesichert. Viele deutsche Banken sind zusätzlich noch freiwillig Mitglied in Einlagensicherungsfonds, wie zum Beispiel dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Die Einlagensicherung liegt dann deutlich im Millionenbereich.

Das Risiko hängt von dem jeweiligen Kreditinstitut und der Höhe Ihrer Geldanlage ab. Bei ausländischen Banken innerhalb der EU sind Beträge bis 100.000 € durch die Einlagensicherung abgesichert. Trotzdem ist es wichtig, dass Sie sich vor dem Eröffnen des Festgeldkontos ausreichend informieren, um das Risiko zu minimieren. Besuchen Sie die Internetseite der Bank und belesen Sie sich über die Details zur Einlagensicherung und was im Falle einer Insolvenz passieren würde. Lesen Sie sich auch mögliche Kundenbewertungen aufmerksam durch. Wenn Sie mehr als 100.000 € anlegen möchten, dann reduzieren Sie das Risiko, indem Sie Ihr Kapital auf mehrere Festgeldanlagen bei verschiedenen ausländischen Banken verteilen. Wenn Sie z.B. 270.000 Euro anlegen möchten, können Sie jeweils 90.000 Euro auf 3 Banken im Ausland verteilen und damit jeweils innerhalb der gesetzlich geschützten 100.000 Euro bleiben. Geldanlagen bei Banken außerhalb der EU sind mit einem noch höheren Risiko verbunden, da dort keine gesetzliche Einlagensicherung existiert. Legen Sie daher Ihr Firmenkapital entweder bei einer deutschen Bank oder einer vertrauenswürdigen, ausländischen Bank innerhalb der EU an.