Mobiles Girokonto – Anbieter im Vergleich

Stand: 21.06.2022

mobile Girokonto

Mobile Girokonten für Geschäftskunden und Privat unterscheiden sich im Wesentlichen nur durch ihre Bezeichnung und den Haftungsumfang der Bank.

Sie haben Ihr Smartphone immer dabei? Dann macht es vielleicht auch für Sie Sinn, ein mobiles Girokonto zu nutzen und die gesamte Kontoführung über eine Banking-App zu erledigen. Doch auch hier hat der Kunde die Qual der Wahl und muss sich zwischen einfachen, kostenlosen mobilen Girokonten und Premium Smartphone Konten mit diversen Sonderfunktionen entscheiden. Auch Businesskunden haben mittlerweile Zugang zu einem großen Produktportfolio an mobilen Geschäftskunden, die sich im Grunde nur durch den Namen von ihrem Pendant für private Nutzer unterscheiden. Auf dieser Seite möchten wir Ihnen einen aktuellen Marküberblick verschaffen.

Günstige Konten Premium Smartphone Konten Mobile Geschäftskonten Fragen und Antworten

Günstige mobile Girokonten

Premium Smartphone Konten

Mobile Geschäftskonten

Auch für Geschäftskunden gibt es mobile Smartphone-Konten, die die Kontoführung und damit auch den Arbeitsalltag erleichtern sollen.

Fragen und Antworten zu Mobilen Konten

Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zu Smartphone Konten.

Was genau ist ein mobiles Girokonto?

Ein mobiles Konto ist ein vollwertiges Girokonto, welches vorwiegend über eine Smartphone-App geführt wird. Auf einige mobile Girokonten können Sie auch wie bisher über den Internet-Browser auf Ihrem Computer oder Notebook zugreifen, z.B. bei N26 und Monese.

Ob Überweisungen tätigen, Einstellungen ändern oder Daueraufträge einrichten, alles wird direkt und sekundenschnell in der App erledigt. Zum Smartphone-Konto erhalten Sie eine Kontokarte, mit der Sie Bezahlen und Geldabheben können. Auch ein Dispokredit wird teilweise angeboten. Ein monatlicher Mindestgeld- oder Gehaltseingang wird nicht verlangt.

Mobile Konten mit allen wichtigen Grundfunktionen sind kostenlos, während Premium-Smartphone-Konten mit zusätzlichen Funktionen und Versicherungsleistungen meist im Bereich von ca. 8-15 Euro im Monat kosten.

Was sind die Unterschiede zu einem Online-Konto?

Jahrelang gab es nur das klassische Online-Banking, bei dem Sie sich über Ihren PC oder Laptop im Internet-Browser einloggen mussten. Mit der Ausbreitung der Smartphones kamen die Banken dem Kundenwunsch nach mobilen Banking-Apps nach. Da die klassischen Banken nicht gerade für Ihre Innovation bekannt sind, waren die Funktionen der App mit denen im Online-Banking identisch. Änderungen an den Kontoeinstellungen blieben aber unnötig kompliziert.

Dann kamen FinTechs, die sich dachten: Das können wir besser. So entwickelten Sie smarte Banking-Apps mit innovativen und nützlichen Funktionen, die die Kontoführung der Nutzer vereinfachen sollen. Ein Antippen in der App und es ist erledigt. Nicht mehr erst den Berater anrufen müssen, um etwas zu ändern.

Und das ist der größte Unterschied zwischen einem Smartphone-Konto und dem Online-Konto. Die Grundfunktionen, wie Überweisen und Geldabheben, sind identisch. Aber die Art der Entstehung und die Herangehensweise im Bezug auf das Banking sind komplett unterschiedlich. Banken folgen in gewisser Weise einer Tradition während die FinTechs auf Innovation setzen.

Was sind die Vorteile der Smartphone Girokonten?

Nahezu alle Anbieter haben ein bedingungslos kostenfreies mobiles Girokonto im Angebot, dass alle wichtigen Grundfunktionen eines Girokontos abdeckt. Wenn Sie keine Premium-Funktionen benötigen, brauchen Sie nicht einen Cent zu bezahlen.

Wie der Name schon verrät, sind Mobilgeräte ein ständiger Begleiter im Alltag. Damit haben Sie auch jederzeit und überall schnell und unkompliziert Zugriff auf Ihr Konto.

Die klassischen Banken haben Jahrzehnte lang die gleichen Kontofunktionen angeboten, trotz den Fortschritten in der Technologie. Anbieter mobiler Girokonten dachten sich, dass sie es besser können und haben sich voll auf die Programmierung einer smarten Banking-App mit vielen nützlichen Zusatzfunktionen konzentriert. Sie können z.B.:

  • schnell Geld an Freunde senden
  • in Sekunden Ihre Karte sperren oder entsperren
  • die PIN der Kontokarte direkt in der App ändern
  • Umsätze einfach automatisch kategorisieren
  • Benachrichtigungen bei Unterdeckung oder Umsätzen erhalten

Zu jedem Konto gehört eine kostenfreie Karte, mit der Sie bezahlen und Geld abheben können. Es handelt sich hier meist nicht um eine klassische Girocard (EC-Karte), sondern um eine Debit Kreditkarte. Vereinzelt bieten die Banken auch echte Kreditkarten mit Kreditrahmen an. Bei den mobilen Konten von N26, bunq oder O2 Banking erhalten Sie zusätzlich eine gratis Girocard.

Bei einigen Anbietern können Sie direkt in der App einen Dispokredit beantragen, falls Sie einen größeren Verfügungsrahmen benötigen. Bei guter Bonität dauert dies häufig nur wenige Minuten. Die Dispozinsen liegen auf einem ähnlichen Niveau wie bei Filial- und Direktbanken.

Sie laden nur die App herunter, geben Ihre Daten ein, führen Video Ident durch und warten dann ein paar Tage bis die Karte per Post eintrifft. Kein Papierkram, kein Ausdrucken und Wegschicken der Kontounterlagen. Statt Tagen nur noch Minuten.

Bei jeder Bewegung auf Ihrem Konto erhalten Sie sofort eine Push-Benachrichtigung. So bekommen Sie sofort mit, wenn etwas nicht stimmen sollte und können sofort reagieren.

Was sind mögliche Nachteile von Smartphone Konten?

Wie Sie oben in der Kontoübersicht sehen, ist bei vielen Anbietern die Kontoführung nur per App möglich. Sollten Sie also Ihr Smartphone verlieren oder es Ihnen gestohlen werden, haben Sie erst nach Erhalt eines Ersatzgeräts wieder Zugriff auf Ihr Konto.

Sie haben keinen festen Ansprechpartner, an den Sie sich jederzeit wenden können. Einige Anbieter unterhalten nicht einmal eine Service-Telefonnummer. Der Kontakt erfolgt in der Regel per E-Mail, Live Chat oder über ein Kunden-Forum.

Viele klassische Banken bieten Neukunden ein Startguthaben von bis zu 100 Euro an. Bestandskunden können durch ein Kunden werben Kunden Programm Geldprämien bekommen. Banking-Apps bieten solche Boni nur sehr sehr selten an.

So schnell wie bestimmte Banking-Apps am Start waren, sind sie auch wieder verschwunden. Dies ist dann besonders ärgerlich, wenn Sie das Konto als Hauptbankverbindung genutzt haben und jetzt wieder das Konto wechseln müssen.

In 2020 gab es zwei prominente Beispiele:

  1. Die Banking-App bankomo, eine Marke der ReiseBank, wurde vorerst eingestellt, weil das kontoführende Kreditinstitut, die Wirecard Bank AG, eine Tochtergesellschaft der Wirecard AG ist, die am 25.06.2020 einen Insolvenzantrag gestellt hat.
  2. Yomo, ein Gemeinschaftsprojekt einiger Sparkassen, sollte N26 Konkurrenz machen. Schwierigkeiten in der Entwicklung und bei der Abstimmung untereinander sorgten dafür, dass die Sparkassen das Projekt aufgaben.

Im März 2022 wurde bekanntgegeben, dass o2 und die Comdirect ihre Partnerschaft beenden. Somit sind keine Neueröffnungen des o2 Banking Girokontos mehr möglich. Bestehende Konten werden von der Comdirect weitergeführt.

Sind die Anbieter von Banking-Apps richtige Banken?

Einige Anbieter sind richtige Banken mit eigener Banklizenz, wie zum Beispiel N26 und bunq. Andere FinTechs wiederum arbeiten mit Partnerbanken zusammen, die eine Banklizenz besitzen und im Hintergrund die Konten verwalten. In der folgenden Übersicht sehen Sie die Bank hinter dem Girokonto.

Girokonto Bank Land
bunq bunq Niederlande
C24 C24 Bank Deutschland
Finom Solarisbank Deutschland
Fyrst Postbank Deutschland
Holvi Holvi Payment Services Oy (Zahlungsinstitut) Finnland
insha Solarisbank Deutschland
Kontist Solarisbank Deutschland
Monese PrePay Technologies Ltd (E-Geld-Institut) Großbritannien
N26 N26 Deutschland
Nuri (ehemals Bitwala) Solarisbank Deutschland
Openbank Santander Bank Spanien
Penta Solarisbank Deutschland
Qonto Crédit Mutuel Arkéa Frankreich
Revolut Revolut Großbritannien
Tomorrow Solarisbank Deutschland
Vivid Solarisbank Deutschland
Wise von der National Bank of Belgium autorisiertes Zahlungsinstitut Belgien
Großbritannien

Wie funktioniert die Eröffnung eines mobilen Kontos?

Die Kontoeröffnung eines Smartphone-Kontos ist in der Regel ab 18 Jahren möglich und läuft wie folgt ab:

  1. Sie laden im App Store (iOS) oder Play Store (Android) die jeweilige Banking-App auf Ihr Smartphone.
  2. Sie registrieren sich direkt in der App und geben Ihre persönlichen Daten ein, d.h. Name, Geburtsdatum, Adresse, E-Mail und Handynummer. Dabei legen Sie auch Ihr zukünftiges Passwort bzw. die Art der Anmeldung fest.
  3. Sie nutzen VideoIdent direkt in der App oder PostIdent zur Legitimation.

Je nach Bank wird das Konto sofort oder in 1-2 Tagen nach einer Prüfung eröffnet. Wenige Tage später erhalten Sie dann auch die dazugehörige Kontokarte per Post.

Wie sicher sind solche Banking-Apps?

Es gibt wie bei allen anderen Banking-Verfahren keine absolute Sicherheit. Grundsätzlich können aber Apps nicht so einfach Daten austauschen wie Software auf dem Computer. Es werden zudem moderne Verschlüsselungsverfahren eingesetzt.

Das Unternehmen, welches die App programmiert, sowie Sie selbst als Nutzer haben aber großen Einfluss auf die Sicherheit.

Tipp

Geben Sie gut acht auf Ihre Zugangsdaten und nutzen Sie ein sicheres Anmelde-Verfahren, wie z.B. den Login per Fingerabdruck. Aktivieren Sie zudem Push-Nachrichten, um sofort über Kontobewegungen informiert zu werden.

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