Firmentagesgeld Vergleich

Stand: 17.02.2022

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Firmentagesgeld Vergleich

Fragen und Antworten zum Firmentagesgeld

Das Firmentagesgeld ist eine flexible und unbefristete Form der Geldanlage, bei der Unternehmen jederzeit auf Ihre Einlagen zugreifen können. Im Gegensatz zum Sparbuch und dem Geschäftskonto bietet das Tagesgeld eine höhere Verzinsung, die sich am Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) orientiert. Der Zinssatz ist bei den meisten Banken variabel und kann sich täglich ändern. Ein- und Auszahlungen vom und zum Referenzkonto sind immer möglich. Die Auszahlung der Zinsen erfolgt entweder monatlich, quartalsweise oder jährlich.

Wer genau kann ein Firmentagesgeldkonto eröffnen?

Folgende Personen bzw. Unternehmen können ein Tagesgeld Business eröffnen:

  • im Handelsregister eingetragene Unternehmen (z.B. GmbH, KG, AG, OHG)
  • Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbR)
  • Selbstständige und Gewerbetreibende
  • freiberufliche Mediziner, Juristen und Wirtschaftsprüfer
  • im Vereinsregister eingetragene Vereine (e.V.)
  • Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG)
  • Stiftungen

Ein Firmentagesgeldkonto kann hingegen nicht von Banken, Versicherungen und anderen institutionellen Anlegern eröffnet werden.

Ein Tagesgeld für Firmenkunden kommt für Sie in Frage, wenn Sie…

  • als Unternehmer immer mal wieder größere Geldsummen auf dem unverzinsten Geschäftsgirokonto ungenutzt liegen haben.
  • nach einer verzinsten, kostenlosen und risikoarmen Geldanlage suchen.
  • Geld täglich verfügbar haben müssen, es aber aktuell nicht brauchen.

Falls Sie Freiberufler oder selbständiger Einzelunternehmer sind, könnten Sie auch privat ein Tagesgeld eröffnen. Das passende Konto finden Sie in unserem Tagesgeld-Vergleich. Sie müssten allerdings das Tagesgeld im Privatvermögen führen. Zudem muss eine steuerliche Zuordnung der Entnahmen möglich sein.

Das Wichtigste ist natürlich eine hohe Verzinsung, im Idealfall mit einer mehrmonatigen Zinsgarantie. Zudem ist eine monatliche bzw. vierteljährliche Zinsgutschrift von Vorteil, da Sie dann von einem leichten Zinseszins-Effekt profitieren. Wenn es keinen Mindest- oder Maximalanlagebetrag gibt, entscheiden Sie frei, wie viel Geld Sie ein- bzw. auszahlen. Durch eine deutsche Einlagensicherung sind Ihre Einlagen meist im Millionenbereich geschützt. Abschließend sollte die Bank guten Service bieten und alle Zahlungsaufträge zuverlässig abwickeln.

Dies ist von Bank zu Bank unterschiedlich. Erkundigen Sie sich bei der Bank Ihrer Wahl vorher, ob der Eröffnung mehrerer Tagesgeldkonten für Geschäftskunden etwas entgegensteht. Grundsätzlich liegt der Maximalanlagebetrag bei über 1 Million Euro, so dass für viele Unternehmen kein Grund besteht, ein weiteres Tagesgeldkonto zu führen.

Sollten Sie allerdings das Risiko streuen oder weitere attraktive Zinsangebote wahrnehmen wollen, dürfen Sie auch bei mehreren Kreditinstituten ein Firmentagesgeldkonto eröffnen.

Einige wenige Banken verlangen eine Mindestanlagesumme, die erreicht sein muss, damit das Geld auf dem Firmentagesgeld auch verzinst wird. Beim Business Tagesgeld sind dies zwischen 5.000 Euro und 10.000 Euro. Die meisten Kreditinstitute fordern jedoch keinen Mindestanlagebetrag Sie erhalten bereits ab dem ersten Euro Einlage Tagesgeldzinsen.

Auch nach oben hin gibt es oftmals eine betragliche Begrenzung, bis zu der Tagesgelder angenommen werden. So liegt die Maximalanlagesumme meist zwischen 1 und 10 Millionen Euro. Überschreiten Sie diese Anlagebegrenzung, gibt es keine oder deutlich niedrigere Zinsen. Gerade bei sehr hohen Beträgen kann es sich lohnen, persönlich bei der Bank nachzufragen und einen individuellen Zins auszuhandeln.

In der Regel kann ein Tagesgeldkonto für Firmen jederzeit ohne Angabe von Gründen und ohne Einhaltung einer Frist gekündigt werden. Da das Tagesgeld für Firmenkunden kostenlos und das gesamte Guthaben jederzeit verfügbar ist, spielt eine mögliche Kündigungsfrist keine Rolle. Ein Bankwechsel kann jederzeit erfolgen. Dabei können Sie Ihr altes Tagesgeldkonto auch bestehen lassen, falls Sie es später bei einer Zinsveränderung nochmals nutzen möchten.

Auch heute noch lassen die meisten Unternehmer Ihr Geld unverzinst auf dem Geschäftsgirokonto liegen. Dabei gibt es neben dem Tagesgeld weitere Anlagemöglichkeiten, mehr aus dem freien Kapital zu machen. So ist zum Beispiel das Festgeld die beliebteste Geldanlage der Unternehmer. Ebenfalls beliebt ist die Anlage in Fonds, genauer in Rentenfonds, Mischfonds, Aktienfonds, Geldmarktfonds und Immobilienfonds.

Viele Direktbanken konzentrieren sich nur auf Privatkunden und haben keine Finanzprodukte für Firmenkunden im Angebot. Ein Grund ist die geringere Anzahl potenzieller Interessenten im Firmenkundenbereich. Gerade ausländische Banken, die in Deutschland Fuß fassen wollen, bieten zunächst nur Finanzprodukte für Privatkunden.

Kontoführung

Tagesgeldkonten für Firmenkunden sind in der Regel immer kostenlos. Dies gilt für die Kontoeröffnung, Kontoführung und die Kündigung. Nur für Zusatzleistungen oder bestimmte TAN-Verfahren fallen eventuell Gebühren an. So zum Beispiel für den Versand von Kontoauszügen per Post oder zusätzliche Kontoauszüge. Genauso auch bei der Überweisung per mTAN-Verfahren, bei dem eine SMS bis zu 0,30 € kosten kann.

Die Kontoführung des Firmentagesgelds erfolgt in den meisten Fällen online. Die Ein- und Auszahlungen  erfolgen dabei über ein Referenzkonto. Dies ist fast immer das Geschäftsgirokonto bei derselben oder einer fremden Bank. Das Tagesgeldkonto selbst können Sie für keine anderen Zahlungsvorgänge nutzen.

Die Zinsen werden taggenau auf das Guthaben berechnet und dann jeweils zum festen Termin, meist am Ende des Monats, Quartals oder Jahres, dem Tagesgeldkonto selbst oder dem Referenzkonto gutgeschrieben. Kontoauszüge sind über das Online-Banking abholbar bzw. werden auf Wunsch auch gegen ein Entgelt per Post verschickt.

Nein. Das Guthaben muss auf das Referenzkonto, in den meisten Fällen das Geschäftsgirokonto, überwiesen werden. Von dort aus können Sie dann wie gewohnt Bargeld beziehen oder weiter überweisen.

Wenn Sie Ihr Geschäftskonto bei der gleichen Bank bzw. Bankengruppe führen, bei der Sie auch Ihr Firmentagesgeld haben, dann ist das Geld bei Online-Überweisungen meist gleich oder spätestens nach einem Tag auf dem Geschäftsgirokonto. Führen Sie Ihr Girokonto im Vergleich bei einer anderen Bank, dauert die Abwicklung des Überweisungsvorgangs maximal zwei Arbeitstage. Beleghafte Buchungen brauchen in der Regel einen Tag länger.

Zinsen und Boni

Die Höhe der Zinsen für Firmentagesgelder unterscheidet sich bei den Banken erheblich. Von 0,01 % bis über 1,00 % Zinsen ist alles dabei. Gerade Direktbanken bieten häufig bessere Zinsen, da Sie kein Filialnetz unterhalten und so Kosten sparen.

Die Zinsgarantie, die bei einigen Tagesgeldkonten für Privatkunden angeboten wird, gibt es bei Firmentagesgeldkonten nicht. Der Zinssatz ist variabel und kann sich täglich ändern.

Die Zinsen werden monatlich, quartalsweise oder jährlich auf das Tagesgeldkonto oder selten auch direkt auf das Referenzkonto ausgezahlt. Gerade bei monatlicher oder vierteljährlicher Zinsgutschrift profitieren Sie vom Zinseszins-Effekt, da die ausgezahlten Zinsen dem bisherigen Guthaben angerechnet und dann ebenfalls verzinst werden.

Wie oft die Zinsgutschrift erfolgt, hat Einfluss auf den Zinseszins-Effekt. Fast alle Banken bieten eine monatliche, quartalsweise oder jährliche Zinsgutschrift. Eine monatliche Zinszahlung ist besser als eine jährliche Gutschrift, da die angefallenen Zinsen mit verzinst werden. Achten Sie darauf, dass die Zinsen direkt auf das Firmentagesgeld und nicht auf das Referenzkonto gutgeschrieben werden.

Im betrieblichen Bereich werden Zinserträge anders besteuert als bei Privatpersonen. So unterliegen Sie nicht der Abgeltungssteuer und es existiert auch kein Sparerfreibetrag. Die Zinserträge fließen stattdessen als Unternehmensgewinne in die Gewinn- und Verlustrechnung mit ein und werden entsprechend versteuert.

Sicherheit

Die Sicherheit der Geldanlage ist seit der Finanzkrise 2008 stark in den Fokus gerückt. Durch die gesetzliche Einlagensicherung sind die Kundengelder bei allen Banken innerhalb der Europäischen Union bis 100.000 Euro abgesichert. Bis zu dieser Summe erfolgt im Falle einer Bankeninsolvenz die Entschädigung.

Viele deutsche Banken sind zusätzlich freiwillig Mitglied in verbandseigenen Sicherungssystemen, wie zum Beispiel dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. (BdB). Dadurch sind Millionenbeträge pro Kunde abgesichert. Gerade wenn Sie also Beträge im Millionenbereich anlegen, verteilen Sie aufgrund der höheren Einlagensicherung Ihr Geld auf mehrere ausländische Banken oder wählen Sie eine deutsche Bank.

Bei ausländischen Banken sind Ihre Einlagen bis 100.000 Euro abgesichert. Falls Sie mehr Kapital anlegen, informieren Sie sich vor der Kontoeröffnung über das jeweilige Kreditinstitut. Prüfen Sie die Bonität der Bank und die Qualität der Einlagensicherung. Nutzen Sie das Internet. Legen Sie Ihr Geld nur bei einer ausländischen Bank an, wenn Sie die Details der Einlagensicherung kennen und wissen, was im Falle einer Insolvenz passiert.

Minimieren Sie das Risiko, indem Sie Ihr Geld auf mehrere Firmentagesgeldkonten bei verschiedenen Banken aufteilen und dadurch die 100.000 Euro Entschädigungsgrenze unterschreiten.