Festgeldzinsen Vergleich

Stand: 21.07.2022

Wir haben hier für Sie die besten Festgeld-Zinsen für die Laufzeiten von 1 Monat bis 10 Jahren zusammengetragen. Sie entscheiden, ob es eine Bank mit deutscher Einlagensicherung sein soll oder ob Sie auch bereit sind, Ihr Festgeld bei einer ausländischen Bank zu eröffnen.

Vergleich Deutschland Ausland
Einlagensicherung Einlagen sind bis mind. 100.000 € pro Kunde zu 100 % sicher Einlagen sind nur bis 100.000 € pro Kunde geschützt
Höhe der Zinsen moderat; nicht so hoch wie bei ausländischen Banken im Schnitt 0,10 – 0,40 % höher als bei deutschen Banken
Mindest­anlage­betrag 500 – 10.000 € 1 – 5.000 €

Die besten Festgeld-Zinsen 2022 bei deutscher Einlagensicherung

Die Top Zinsen 2022 für Festgeld bei ausländischen Banken

Kurze Frage – Kurze Antwort

Ein Festgeld ist für Sie geeignet, wenn Sie…

  • sicherheitsbewusst sind und kein großes Risiko eingehen wollen.
  • Wert auf Planungssicherheit legen und schon vorher Ihre Rendite wissen möchten.
  • für eine bestimmte Zeit eine festgelegte Summe entbehren können.

Dies hängt von der Laufzeit des Festgeldes ab. Aktuell bekommen Sie laut unserem Tagesgeld-Vergleich maximal 0,45 % Zinsen auf das Tagesgeld. Bei Festgeldanlagen mit deutscher Einlagensicherung gibt es diesen Zinssatz ab einer Laufzeit von 12 Monaten. Bei ausländischen Banken erhalten Sie ab Laufzeiten von 3 Monaten bessere Konditionen. Allgemein gilt: Je länger Sie Ihr Geld fest anlegen, desto höher sind die Festgeldzinsen im Vergleich zu den Tagesgeldzinsen.

Hohe Festgeldzinsen sind nicht alles. Auf folgende Punkte sollten Sie außerdem achten:

  • Einlagensicherung: Sind die Einlagen nur bis 100.000 € oder zu 100 % geschützt?
  • Kündigung: Können Sie das Festgeld vorzeitig kündigen und in Notzeiten darüber verfügen?
  • Prolongation: Wird das Festgeld am Laufzeitende automatisch verlängert?
  • Mindestanlagebetrag: Wie viel Geld müssen Sie mindestens anlegen?

Viele Banken verlangen einen bestimmten Mindestanlagebetrag, um ihren Verwaltungsaufwand möglichst gering zu halten. Würde man bereits ab 1 Euro ein Festgeldkonto eröffnen können, so hätten die Banken deutlich mehr zu tun und könnten durch die höheren Kosten nicht mehr so hohe Festgeld Zinsen zahlen.

Je nach Bank werden die Zinsen unterschiedlich gutgeschrieben. Bei einigen Kreditinstituten werden die Zinsen direkt auf das Referenzkonto gezahlt und bei anderen wiederum direkt dem Festgeldkonto angerechnet, wodurch es zum Zinseszins-Effekt kommt. Wann genau die Zinsen ausgeschüttet werden ist ebenfalls verschieden. Häufig werden Sie zum Jahresende ausgezahlt oder, gerade bei kürzeren Laufzeiten von unter 1 Jahr, nach Fälligkeit der Anlage. Vergessen Sie in diesem Zusammenhang bitte nicht, bei der Bank rechtzeitig einen Freistellungsauftrag einzurichten.

Vorteile:

  • Sie bekommen höhere Zinsen auf Ihr Festgeld.
  • Ihre Zinsen sind für viele Jahre garantiert.
  • In Hochzinsphasen sichern Sie sich gute Festgeld Konditionen für einen langen Zeitraum.

Nachteile:

  • Sie können über das Geld während der Laufzeit nicht verfügen.
  • Es kann zu unvorhersehbaren Ausgaben kommen, für die Sie dann weniger Geld flexibel zur Verfügung haben.
  • In Tiefzinsphasen verpassen Sie die Chance, sich eventuell steigende Festgeld-Zinsen zu sichern.

Banken arbeiten mit Ihrem Geld und verleihen zum Beispiel einen Teil davon als Kredit an andere Bankkunden. Das Kreditinstitut hat Interesse daran, dass Sie Ihr Geld möglichst lang fest anlegen und nicht jederzeit abheben können. Je länger Sie der Bank Ihr Geld anvertrauen, desto mehr Planungssicherheit hat die Bank. Deshalb werden Ihnen für längere Laufzeiten höhere Festgeldzinsen gezahlt.

Seit vielen Jahren befinden wir uns in einer Niedrigzinsphase. Daher macht es Sinn, Ihr Geld nicht zu lange anzulegen und eher zu Laufzeiten von 3 Monaten bis maximal 3 Jahren zu tendieren. Sie können Ihr Vermögen auch auf mehrere Festgeldanlagen mit verschiedenen Laufzeiten aufteilen oder zusätzlich ein Tagesgeldkonto eröffnen.

Wie der Name schon vermuten lässt, haben Festgelder eine feste Laufzeit und sind in der Regel nicht vorzeitig kündbar. Es gibt jedoch Ausnahmen. Dazu gehört zum Beispiel das PSA Direktbank Festgeld.

Hier ist eine vorzeitige Kündigung möglich. Dafür müssen Sie jedoch auf einen Teil Ihrer Zinserträge verzichten. Die Kosten für die vorzeitige Verfügung sind unterschiedlich. Informieren Sie sich dazu bitte im Preisverzeichnis der jeweiligen Bank.

Prolongation ist die Verlängerung des Festgeldes. Ohne fristgerechte Kündigung wird das Festgeld für den gleichen Zeitraum zu den aktuell gültigen Konditionen automatisch neu angelegt. Achten Sie daher darauf, Ihr Festgeldkonto immer rechtzeitig zu kündigen, falls Sie über Ihr Geld verfügen möchten. Machen Sie sich am Besten einen Termin im Kalender, damit Sie den Fälligkeitstag nicht vergessen.

Falls die Bank nicht mehr in der Lage ist, Ihnen den angelegten Betrag zurückzuzahlen, greift die Einlagensicherung. Diese Sicherung schützt Ihr Bankguthaben und sorgt dafür, dass Sie bis zu einem Höchstbetrag, der Sicherungsgrenze, entschädigt werden. Je nachdem wie viel Geld Sie fest anlegen möchten, ist die Höhe der Einlagensicherung signifikant.

Ihr Geld ist in diesem Fall bis zu einem bestimmten Höchstbetrag, meist 100.000 €, geschützt. Sollte eine Bank also pleitegehen, werden Sie entschädigt. Der Entschädigungsprozess im Ausland kann aber dauern. Richten Sie sich darauf ein. In Deutschland ist die Entschädigungseinrichtung dazu verpflichtet, die Einlagen spätesten nach 10 Tagen auszuzahlen.

Für alle Länder der Europäischen Union gilt eine Entschädigungssumme von 100.000 € pro Kunde. Bis zu diesem Betrag ist Ihr Geld abgesichert. Um Ihr Risiko gering zu halten, prüfen Sie vor der Kontoeröffnung die Bonität der Bank und die Qualität der Einlagensicherung. Erkundigen Sie sich bestenfalls vorher auf der Internetseite der Bank zu den Details der Einlagensicherung und was im Falle einer Insolvenz passiert. Verteilen Sie bei hohen Anlagebeträgen das Risiko, indem Sie Ihr Geld auf mehrere Festgeldkonten bei verschiedenen Banken aufteilen.

Hierbei kommt es vor allem auf Ihre Risikobereitschaft und Ihren Anlagehorizont an. Wenn Ihnen eine hohe Sicherheit sehr wichtig ist, kommen für Sie die klassischen Anlageprodukte wie das Tagesgeld oder das Zuwachssparen in Frage. Die Zinsen sind bei diesen Angeboten allerdings aktuell nicht sehr hoch. Wenn Sie bereit sind, mehr Risiko einzugehen, könnten, gerade bei längerer Anlagedauer, Fonds und Aktien für Sie interessant sein.

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