Dispozinsen im Vergleich

Stand: 10.05.2022

Dispokredit Zinsen

Die durchschnittlichen Dispozinsen liegen aktuell immer noch bei 9,00 Prozent und mehr. Ausnahmen bestätigen die Regel. Bei der Skatbank und GLS Bank erhalten Kunden mit regelmäßigem Gehaltseingang einen Dispositionskredit mit 0,00 % Zinsen. Allerdings lassen sich einige Banken den günstigen Dispo mit monatlichen Kontogebühren bezahlen.

Konten mit niedrigen Dispozinsen Fragen und Antworten

Girokonten mit günstigen Dispokredit-Zinsen

Fragen und Antworten zum Dispo

Hier finden Sie alle wichtigen Fragen zum Dispositionskredit kurz und knapp beantwortet.

Definition: Was ist ein Dispokredit?

Der Dispositionskredit, auch kurz Dispokredit oder Dispo genannt, ist ein von deutschen Banken und Sparkassen eingeräumter, betraglich begrenzter Überziehungskredit auf dem Girokonto. Durch den Dispo können Sie somit mehr Geld abbuchen als Sie auf dem Konto haben und dadurch kurze, finanzielle Engpässe überbrücken.

Wie funktioniert ein Dispokredit?

Ein einfaches Beispiel: Sie haben einen Dispokredit in Höhe von 500 Euro und aktuell 1.000 Euro auf Ihrem Girokonto. Insgesamt können Sie nun über 1.500 Euro verfügen und Ihr Konto damit 500 Euro ins Minus bewegen. Für diese genehmigte Überziehung berechnet die Bank Zinsen, die Sie monatlich oder vierteljährlich entrichten müssen.

Hinweis

Einige Menschen geraten schnell in eine Schuldenfalle. Nehmen Sie daher einen Dispositionskredit nur für kurze Zeit in Anspruch! Zahlen Sie ihn immer schnellstmöglich zurück, um hohe Dispozinsen zu vermeiden.

Welche Voraussetzungen muss ich für den Dispokredit erfüllen?

Insgesamt müssen Sie vier Voraussetzungen erfüllen, um einen Dispo zu bekommen:

  1. Sie sind mindestens 18 Jahre alt.
  2. Sie haben einen deutschen Wohnsitz.
  3. Sie haben ein regelmäßiges Einkommen.
  4. Sie haben keinen negativen Schufa-Eintrag.

Tipp

Bei einem Girokonto ohne Schufa handelt es sich in der Regel um ein Guthabenkonto. Seriöse Banken vergeben hier weder einen Überziehungskredit noch berechnen sie Dispozinsen. Wer schon finanzielle Probleme hat, sollte eine nachhaltige Lösung ohne Disponutzung finden.

Wie hoch kann ein Dispo sein?

Die Höhe Ihres Dispokredits hängt größtenteils von Ihrem Einkommen ab. In der Regel werden 2 bis 3 Monatsgehälter als Dispositionskreditlinie gewährt. Die meisten Banken passen die Kredithöhe dabei laufend an die aktuellen Geldeingänge an.

Wie kann ich die Dispozinsen berechnen?

Es gibt eine einfache Formel, um die Dispokredit Zinsen zu berechnen:

Dispozinsen = Schuldenstand x Zinssatz des Dispos x Tage im Minus / Tage im Jahr x 100

Beispiel: 900 € x 8,50 % x 25 Tage / 360 x 100 = 5,31 €

Je nach Kreditinstitut kann es zu Unterschieden beim Berechnen der Dispozinsen kommen. Viele Banken nehmen ein Jahr mit 360 Tagen und einen Monat mit 30 Tagen als Grundlage, andere 365 Tage und die genaue Tageszahl.

Wie kann ich einen Dispo einrichten?

Wenn Sie die oben genannten Voraussetzungen erfüllen, können Sie einen Dispokredit jederzeit bei Ihrer Bank beantragen. Sollten Sie Ihr Girokonto bei einer Direktbank haben, dann können Sie den Überziehungskredit auch via Online-Banking einrichten. Es kann auch sein, dass Ihre Bank von sich aus ein Dispokreditangebot unterbreitet, entweder per Schreiben oder als Mitteilung auf dem Kontoauszug. Möchten Sie ein neues Konto eröffnen, beantragen Sie den Kredit direkt bei Antragstellung.

Kann man den Dispo überziehen?

Zunächst einmal sollte es das Ziel sein, den Dispo nur selten zu nutzen und niemals auszureizen. Sollten Sie aber doch einmal Ihren Dispo überzogen haben, dann verlangen viele Kreditinstitute einen noch höheren Zinssatz für diese geduldete Überziehung (siehe Tabelle). Setzen Sie sich beim Überziehen Ihres Dispos auf jeden Fall mit Ihrer Bank in Verbindung, um die Situation zu klären. Ansonsten kann es passieren, dass Ihnen nicht nur der Dispokredit, sondern auch Ihr Konto gekündigt wird.

Tipp

Reizen Sie Ihren Disporahmen niemals vollständig aus. Bei einer häufigen Inanspruchnahme von mehr als 80 % der vereinbarten Disposumme, kann es systembedingt zu einer erneuten Bonitätsprüfung kommen. Wer dabei negativ auffällt, muss mit einer Dispokündigung rechnen.

Kann ich meinen Dispo jederzeit erhöhen?

Es ist wichtig, dass Ihr Dispokredit immer in einem gesunden Verhältnis zu Ihrem Einkommen steht. Solange der Kreditrahmen nach dem Erhöhen des Dispokredits nicht größer als das 3-fache Monatsnettoeinkommen ist, werden viele Kreditinstitute einer Erhöhung des Dispos zustimmen. Es kommt auch vor, dass die Bank von sich aus bei guter Bonität den Dispokredit automatisch erhöht.

Was muss ich beim Kündigen eines Dispokredits beachten?

Gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Kreditinstitute liegt die ordentliche Kündigungsfrist eines Dispositionskredites bei 30 Tagen. Sollte sich Ihre finanzielle Situation erheblich verschlechtern, hat die Bank bzw. Sparkasse das Recht, den Dispo fristlos zu kündigen und sofort die ausstehende Kreditsumme einzufordern. Wenn Sie Ihr Girokonto kündigen, erlischt auch der Dispokreditvertrag.

Lohnt sich das Ablösen eines Dispos?

Definitiv. Sobald Sie Ihren Dispo dauerhaft in Anspruch nehmen, lohnt sich eine Umschuldung, d.h. den Dispokredit mit dem hohen Zinssatz gegen einen günstigeren Kredit mit niedrigerem Zinssatz zu ersetzen.

Was ist eine günstigere Alternative zum Dispositionskredit?

Wenn Sie Ihren Dispo immer ausreizen, versuchen Sie zunächst Ihre Ausgaben zu senken. Zudem ist es sinnvoll, den Dispositionskredit abzulösen und auf eine zinsgünstigere Kreditform für die Tilgung der Verbindlichkeiten umzustellen. Hierbei empfiehlt sich vor allem ein Ratenkredit. Die Vorteile sind, dass Sie deutlich niedrigere Zinsen zahlen müssen und die Ratenrückzahlungen immer in gleicher Höhe fällig sind.

Weitere Fragen

Haben Sie noch weitere Fragen zum Dispositionskredit und den Dispozinsen, die Sie gerne beantwortet hätten? Dann setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung. Alle Konten in unserem Girokonto Vergeich können Sie übrigens auch nach Dispozinsen sortieren.

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