Basiskonto – Das Girokonto für Jedermann

Stand: 12.06.2022

Das neue Basiskonto für Jedermann

In Deutschland müssen rund 700.000 Personen über 15 Jahre auf ein Girokonto verzichten. Vor allem sozial Schwachen wird die Einrichtung eines Konto für Jedermann seitens der Banken häufig verwehrt. Die Gründe: keine oder geringe Einnahmen, der Bezug von Sozialleistungen wie Hartz IV, Schufa-Einträge, Verschuldung usw.. Doch damit ist seit 19. Juni 2016 Schluss. Durch das Zahlungskontengesetz ist jedes deutsche Kreditinstitut gesetzlich dazu verpflichtet, jedem Bürger ein Girokonto auf Guthabenbasis zu eröffnen.

Fragen und Antworten zum Basiskonto Übersicht günstiger Basiskonten Basiskonto eröffnen

Um eine gesetzliche Regelung abzuwenden, beschloss der Zentrale Kreditausschuss (ZKA) im Jahre 1995, dass Banken für „jedermann“ ein Girokonto einrichten werden. Dieses „Jedermann-Konto“, auch „Bürgerkonto“ oder „Basiskonto“ genannt, wird ausschließlich auf Guthabenbasis geführt (Guthabenkonto), bietet aber ansonsten alle Möglichkeiten eines herkömmlichen Girokontos.

Trotzdem haben Banken über die Jahre immer wieder sozial schwächer gestellte Kunden abgelehnt. Nur bei den Sparkassen und teilweise auch bei den Volks- und Raiffeisenbanken war es wirklich für Jedermann möglich, ein Girokonto zu eröffnen. Das ist jetzt vorbei. Am Sonntag, den 19. Juni 2016 ist das Zahlungskontengesetz (ZKG) in Kraft getreten, welches der EU-Richtlinie aus 2015 folgt.

Fragen und Antworten zum Basiskonto

Ab sofort ist jede Bank in Deutschland gesetzlich verpflichtet, jedem Verbraucher, unabhängig seiner sozialen Stellung, ein Girokonto auf Guthabenbasis zu eröffnen.

Jeder Verbraucher, der sich rechtmäßig in der Europäischen Union aufhält, hat einen Anspruch auf das Basiskonto.

Wer kann ein Basiskonto eröffnen?

  1. Hartz-IV-Empfänger
  2. Asylbewerber und Obdachlose
  3. Flüchtlinge
  4. Austauschstudenten und Saisonarbeiter
  5. Personen, deren Girokonto aufgrund einer Pfändung gekündigt wurde
  6. Personen mit Schufa-Einträgen oder geringer Bonität

Darf die Bank auch Kunden ablehnen?

Ja, aus einem der folgenden Gründe darf die Bank Kunden ablehnen:

  1. Sie besitzen bereits bei einem anderen Kreditinstitut ein Konto.
  2. Sie haben sich gegenüber der Bank strafbar gemacht.
  3. Es besteht noch ein Zahlungsverzug aus einem früheren Vertrag.

Problematisch

Deutschlands größte Banken, die auch international tätig sind, z.B. die Deutsche Bank und Commerzbank, wollen auch weiterhin im Einzelfall über eine Kontoeröffnung entscheiden. Vor allem die Kontoeröffnung für Flüchtlinge wird als problematisch angesehen. Der Grund dafür ist, dass sich die Banken an das Geldwäschegesetz halten müssen und dafür jede Person eindeutig zu identifizieren haben. Dafür brauchen sie amtliche Ausweispapiere und nicht nur eine Registrierungsurkunde. Verstoßen die Banken gegen das Geldwäschegesetz, drohen hohe Bußgelder der US-Behörden, was die Banken teurer zu stehen kommt, als Verstöße gegen das Zahlungskontengesetz.

Welche Leistungen sind inklusive?

  1. Empfang von Zahlungen
  2. Tätigen von Überweisungen
  3. Geld abheben mit der Bankkarte
  4. Einzahlen von Bargeld in Filialen
  5. Einstellen von Daueraufträgen

Da es sich um ein Konto auf Guthabenbasis handelt, welches nicht überzogen werden kann, wird kein Dispokredit eingeräumt.

Wie viel kostet das Basiskonto?

Das Gesetz schreibt vor, dass die Gebühren angemessen und marktüblich sind. Die Preise schwanken von Bank zu Bank erheblich und liegen zwischen 0 und 10 Euro pro Monat. Meist orientiert sich die Gebühr des Basiskontos an dem monatlichen Grundpreis des Standard-Girokontos der jeweiligen Bank.

Weiter unten haben wir für Sie einige Basiskonten mit ihren Gebühren aufgelistet.

Wann darf die Bank ein Basiskonto kündigen?

In folgenden Ausnahmefällen darf Ihnen das Kreditinstitut aufgrund gesetzlicher Grundlagen kündigen:

  • Sie haben bei der Kontoeröffnung falsche Angaben gemacht.
  • Sie haben eine Straftat zu Lasten der Bank begangen.
  • Sie Kontoführungsgebühren über mind. 100 € nicht bezahlt.
  • Sie haben das Konto für verbotene Zwecke genutzt.

Weiterhin kann Ihnen die Bank kündigen, wenn einer der folgenden Gründe vertraglich vereinbart wurde:

  • Sie haben das Konto für mehr als 2 Jahre nicht genutzt.
  • Sie besitzen bereits ein Basiskonto bei einer anderen Bank oder Sparkasse.
  • Sie haben eine Änderung der allgemeinen Geschäftsbedingungen abgelehnt.

Keine Einnahmen, finanzielle Schwierigkeiten und negative Schufa-Einträge sind also prinzipiell ausgenommen. Ebenso darf die Bank Ihnen die Einrichtung nicht ablehnen, weil ihr Ihre politische, kulturelle oder religiöse Einstellung missfällt. Besonders große Schwierigkeiten haben Personen, bei denen das Girokonto nicht rechtzeitig in ein P-Konto umgewandelt und deshalb gekündigt wurde.

Was sind die Unterschiede zwischen einem Basiskonto und einem normalen Girokonto?

Basiskonto normales Girokonto
Ein Basiskonto kann nicht überzogen werden. Es kann nur im Guthaben geführt werden. Ein normales Girokonto kann durch einen Dispokredit oder durch eine geduldete Überziehung überzogen werden.
1. Besonders geeignet für
Kunden mit schlechter Bonität, für Arbeitslose bzw. Geringverdiener, Personen mit Schulden oder finanziellen Problemen Kunden mit guter Bonität und regelmäßigem Gehaltseingang, Personen mit einem hohen Schufa-Score
2. Kontoführungsgebühren
Höhere Kontogebühren, im Schnitt ab ca. 4 € pro Monat, zudem kosten meist auch Überweisungen und Kontokarten extra Niedrigere Gebühren, auch einige kostenlose Girokonten, meist gratis Girocard und Kreditkarte sowie gebührenfreie Überweisungen
3. Kontokarten
Je nach Bank bekommen Sie eine Service-Card (Bargeld nur an bankeigenen Automaten), Girocard (Bargeld an Automaten des Bankenverbunds) oder Debit-Kreditkarte (Bargeld an fast allen Automaten in Deutschland). Im Girokonto-Vergleich gibt es einige Konten mit gratis Girocard und Kreditkarte. Häufig können Sie entweder mit der Girocard oder der Kreditkarte gebührenfrei in Deutschland bei Geldautomaten von Partnerbanken und teilweise auch weltweit Bargeld abheben.

Erhalte ich mit EV (Eidesstattliche Versicherung) und Privatinsolvenz auch ein Basiskonto?

Ja, Sie können auch ein Basiskonto eröffnen, wenn Sie eine Versicherung an Eides statt abgegeben haben oder Privatinsolvenz anmelden mussten.

Neben den unten genannten Girokonten auf Guthabenbasis bietet die EthikBank speziell für Insolvenzschuldner das online geführte MikroKonto. Es kostet 12 Euro pro Monat. Alle Buchungen und Daueraufträge sind kostenfrei. Mit der für 15 Euro Jahresgebühr erhältlichen BankCard heben Sie deutschlandweit an über 18.000 Automaten der VR-Banken kostenlos Geld ab.

Übersicht günstiger Basiskonten

Hier finden Sie eine Auflistung möglicher Basiskonten inklusive der monatlichen Kontoführungsgebühren. Klicken Sie für mehr Informationen auf den jeweiligen Link zum Angebot.

Direktbanken, wie z.B. die Comdirect oder ING ohne eigenes Filialnetz bieten meist deutlich günstigere Konditionen an. Basiskonten bei Filialbanken, wie z.B. der HypoVereinbank, Commerzbank oder Deutschen Bank, liegen preislich zwischen 3 und 9 Euro pro Monat. Sparkassen verlangen bis zu 10 € für die monatliche Grundgebühr.

Basiskonto eröffnen

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zur Kontoeröffnung eines Basiskontos und was Sie tun können, falls Ihr Kontoeröffnungsantrag abgelehnt wurde.

Wie eröffne ich ein Basiskonto?

Sie haben zunächst die Wahl, ob Sie das Konto in einer Filiale oder online eröffnen.

Bei Filialbanken können Sie direkt in eine Filiale gehen und vor Ort entweder nach einer Terminvereinbarung oder sofort das Basiskonto eröffnen. Zur Legitimierung benötigen Sie Ihren Personalausweis oder Reisepass. Bei Geduldeten genügt der Duldungsbescheid und bei Asylsuchenden der amtliche Ankunftsnachweis.

Eine Online-Kontoeröffnung läuft im Groben wie folgt ab:

  1. Füllen Sie das Formular „Antrag auf Abschluss eines Basiskontovertrags“ aus. Dieses muss Ihnen jede Bank online zur Verfügung stellen.
  2. Drucken Sie den Antrag aus und unterschreiben Sie ihn.
  3. Gehen Sie mit dem Antrag, Ihrem Personalausweis oder Reisepass und dem PostIdent-Coupon zu einer Postfiliale, um sich dort zu legitimieren. Teilweise wird auch das VideoIdent-Verfahren angeboten.
  4. Die Bank hat nach Erhalt des Antrags 10 Geschäftstage Zeit, diesen zu bearbeiten und Ihnen die Entscheidung, ob eine Kontoeröffnung möglich ist oder nicht, mitzuteilen.

Basiskontoeröffnung abgelehnt – was nun?

Versuchen Sie zunächst, die Bank zu kontaktieren und nachzufragen, warum es mit der Kontoeröffnung nicht geklappt hat. Wenn dies nichts bringen, können Sie es bei einer anderen Bank probieren oder den folgenden Schritt wählen.

Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihr Kontoeröffnungsantrag zu Unrecht abgelehnt wurde oder Sie nach 10 Geschäftstagen noch keine Rückmeldung über Ihren Eröffnungsantrag erhalten haben, dann fordern Sie bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ein Verwaltungsverfahren an.

Die BaFin hat dann 1 Monat Zeit, Ihren Antrag zu prüfen. Sollte sich herausstellen, dass Ihnen die Kontoeröffnung zu Unrecht verwehrt wurde, ordnet die Bafin gegenüber der jeweiligen Bank die Eröffnung des Basiskontos an.

Ihre Fragen und Kommentare zu diesem Beitrag

Sehr geehrte Damen und Herren.
Ich bin gesperrt von der Sparkasse seit 4 Jahren und ich möchte ein neues Konto eröffnen. Wie geht's weiter?

von Elaloui Mohamed Sabri

Kontofinder-Team:

Ob Sie ein neues Konto bekommen, hängt davon ab, warum Ihr bisheriges Konto gesperrt wurde. Versuchen Sie zunächst die Situation mit der Sparkasse zu klären. Wenn dann kein Grund für eine Ablehnung (siehe oben im Beitrag "Darf die Bank auch Kunden ablehnen?") besteht, können Sie versuchen, bei einer neuen Bank ein Basiskonto zu eröffnen.

Für mich ein Grund für die Abschaffung von Bargeld als offizielles Zahlungsmittel, denn dann muss die Zentralbank mit Geburt oder spätestens bei Grenzüberschreitung ein kostenloses Konto für alle Menschen führen, selbstberständlich nur im Guthaben.

von Roland

Nachtrag zu meinem Post vom 17.12.:

Ich hatte - wie angekündigt - am 17.12. die BaFin mit der Eröffnung eines Basiskontos beauftragt. Dazu noch die Postbank per Mail über meinen Schritt informiert inkl. Hinweis auf die rechtliche Lage. Und plötzlich ging es ratzfatz. Soll heissen, dass ein paar Tage später sukzessive die Briefe (Begrüssungsschreiben mit neuer Bankverbindung, Schreiben mit der Kundenkarte, Brief mit der Karten-PIN) bei mir eintrudelten. Der erste Brief war datiert auf den 17., just der Tag, an dem ich der Postbank mitgeteilt hatte, dass nun die BaFin involviert ist. Tja.... ohne den Druck würde ich wohl immer noch auf die Kontoeröffnung warten.

Die BaFin hatte ich sogleich informiert, dass für mich nun doch ein Basiskonto bei der Postbank eröffnet wurde. Die Umwandlung in ein P-Konto ist auch schon in Arbeit.

Trotz allem habe ich auf meine insgesamt 3 Mails keine Antwort von der Postbank erhalten. Wohl deshalb, weil ich "NUR" ein Basiskonto beantragte und somit als Kunde zu gering erachtet werde.

Der Tipp mit der BaFin war jedenfalls Gold wert und hat mir viel Frust und Zeit erspart!

von Bernie

Ich finde es unmöglich, wie Personen, die sich in prikären finanziellen Situationen befinden, sich zu allem Übel noch mit Banken auseinandersetzen müssen, die einem ein Basiskonto verweigern.

Bei mir ging das Elend los, als meine ehemalige Hausbank von heute auf morgen meinen Kredit kündigte und eine sofortige Rückzahlung verlangte. Ich verdiene zwar gut, aber auf einen Schlag mehrere zehntausend Euro zurückzahlen.... unmöglich. Trotz Mithilfe einer Schuldnerhilfe liess die Hausbank nicht mit sich verhandeln. Es ging sogar so weit, dass die Bank das Guthaben auf meinem Konto einfror, d. h. obwohl ich im Plus war konnte ich weder Überweisungen tätigen noch Geld abheben. Dann erwirkte die Bank auch noch die Pfändung meines Gehaltes. Somit blieb mir der Weg in die Insolvenz nicht erspart.

Zwischenzeitlich hatte ich ein neues Girokonto bei der Postbank beantragt und erhalten. Ich habe noch das Begrüssungsschreiben. "Wir freuen uns, Sie als neuen Kunden bei der Postbank begrüssen zu dürfen!" Die Freude währte nur kurz.

Als ich mit der Schuldnerhilfe den Insolvenzantrag stellte, liess ich mein Girokonto sofort in ein P-Konto umwandeln. Die Umwandlung erfolgte am 17.11. Der Beschluss des Amtsgerichts ist auf den 16.11. datiert. Das nahm die Postbank zum Anlass mein Konto fristlos zu kündigen.

Da sass ich nun. Hinzu kam, dass mein Gehalt wegen fehlender Bankverbindung an meinen Arbeitgeber zurücküberwiesen wurde und dort immer noch dümpelt.

Die Beschwerde-Abteilung der Postbank riet mir zum Abschluss eines Basiskontos. Den Antrag hierzu hatte ich am 01.12. direkt bei einer Postfiliale veranlasst. Und dann wartete ich auf die Zustellung der neuen Bankunterlagen, d. h. PIN, Kontonr./BLZ und Kundenkarte. Eigentlich sollte eine Kontoeröffnung innerhalb 10 Geschäftstagen erfolgen, aber es passierte nichts. Deshalb schrieb ich der Postbank eine Mail. Keine Reaktion.

Um es kurz zu machen:
Nach nunmehr 14 vergangenen Geschäftstagen habe ich immer noch keine Unterlagen erhalten und meine - mittlerweile - zwei Mails wurden bis zum heutigen Tag nicht beantwortet bzw. man ignoriert diese!!

Ich bin stinksauer! Bin ich als Antragsteller eines Basiskontos weniger wert? Muss ich mich als Kunde zweiter Klasse behandeln lassen? Leben wir im Taka-Tuka-Land oder in Deutschland??

Ich habe jetzt einen Antrag an die BaFin gesendet und hoffe, dass über diese eine Kontoeröffnung bei der Postbank erzwungen werden kann.

von Bernie

"Aus diesem Grund können seit dem 19.06.2016 alle Menschen, die sich legal in der Europäischen Union aufhalten, ein Jedermann-Konto (Basiskonto) bei einer Bank eröffnen. Dieses Recht ergibt sich aus § 31 Zahlungskontengesetz (ZKG), welches die EU-Zahlungskonten-Richtlinie von 2015 umsetzt."

von S.R.

Meinem Schwager wurde sowohl bei der DKB als auch bei der Norisbank eine Kontoeröffnung verweigert. Interessanter Bericht, werde mich beschweren.

von Hans

Bei mir wurde am 28.01. das Insolvenzverfahren eröffnet, am 04.02 hat mir die O2 Bank, die mit der Fidor arbeitet, daraufhin mein Konto gekündigt zum 30.04. ich habe bei der ING, Commerzbank versucht, ein Konto zu eröffnen und alle lehnen mich jetzt ab. Ich weiß keinen Ausweg mehr. Dazu kommt selbst nach dem Pfändungsbetrag kommen noch immer über 1200 € Gehalt aufs Konto. Aber jetzt weiß ich auch nicht weiter. Kann mir jemand sagen welche Bank einen nimmt jetzt?

von Salatgurke0815

Die ING ist doch keine deutsche Bank, sondern eine holländische Bank. Sie fühlt sich deshalb auch nicht verpflichtet, deutschen Staatsbürgern, also Ausländern oder Nicht- Holländern, ein Konto zu gewähren.

von Bernd Freudinger

Kontofinder-Team:

Der Mutterkonzern der ING ist die niederländischen ING Groep ist. Als Tochterunternehmen ist ING Deutschland allerdings eine deutsche Bank mit deutscher Einlagensicherung und damit auch zur Gewährung eines Basiskontos gesetzlich verpflichtet.

Hallo, ich sehe erst jetzt die Kommentare, dann hätte ich mir 1 Stunde Zeit sparen können, nämlich bei der online Eröffnung bei der ING-DiBa. Ich war jetzt eben so sauer, dass ich direkt einen Beschwerdebrief schrieb mit Verweisen per Post abschickte. Bin gespannt was passiert, wahrscheinlich nix. Ich könnte auch wie ihr Bücher schreiben, über die Erfahrungen mit Konto eröffnen. Ich finde gerde Leute die Benachteiligt sind, durch Arbeitslosigkeit und Krankheit sollten kostenfreie Konten bekommen, UND ZWAR ohne nachzufragen. Das hat doch nichts mit dem Gesetzt der Menschenwürde zu tun oder? Seit Jahren rege ich mich darüber auf.

Nur, wie, also wo, welche Adresse, lege ich eine Beschwerde bei der BaFin ein? Also ein Verwaltungsverfahren ein? Ich bitte um Hilfe. Vielen lieben Dank. Eure Sylvie

von Sylvia Schalk

Kontofinder-Team:

Hier ist der Link: Antrag auf Durchführung eines Verwaltungsverfahrens.

Es geht noch viel schlimmer, was die ING betrifft. Ich führe seit 4 Jahren dort ein Gemeinschaftskonto mit meiner Frau. Nun wollen wir wieder jeder ein eigenes Konto haben. Ich beziehe Rente in ordentlicher Höhe und habe einen Schufa Score von 94%. Ich solle einfach ein eigenes Konto eröffnen wurde mir gesagt. Und nach drei Tagen kommt eine Ablehnung. Natürlich ohne Begründung, weil es einen Grund auch nicht gibt. Im Gegenteil, eigentlich wäre ich Musterkunde. Ich kann nur sagen - Hände weg von der ING, es gibt genügend Alternativen. Eine Abstimmung mit den Füssen hat schon immer etwas bewirkt.

von Klaus Ernst

Selbst die Postbank lehnt ab. War in Haft, aber nicht wegen irgendwelcher finanzieller Vergehen. Habe bei der Postbank vorher ein Guthabenkonto gehabt und selbst aufgelöst, wollte ein neues eröffnen. Ablehnung. Es ist zwar schön, dass Sie hier dieses Forum haben, aber ein deftiger Paragraph würde mir mehr helfen, dann bekommen die Banken eine saftige Mail, denn Prüfung 4-5 Wochen, ob die Bank es ablehnen darf, geht schlecht. Man hat Ausgaben wie Miete usw. Was bringt mir dann das Konto, wenn ich auf der Straße sitz, weil ich mit der Miete im Verzug bin und mein AG kann auch nicht eben mal das Geld bar vorbeibringen.

von Mike

Mir wurde von der Sparkasse wegen Firmeninsolvenz alles gekündigt und eine Frist von 5 Tagen zur Begleichung gesetzt. Nach 30 Jahren Kunde in diesem Haus war es nicht möglich, einen Termin mit den Verantwortlichen zu einem konstruktiven Lösungsgespräch zu bekommen. Dank deren Schufa Eintrag ist es mir trotz deutscher Staatsangehörigkeit und deutschem Wohnsitz und regelmässigem Gehaltseingang bislang bei keiner Bank möglich, ein Guthabenkonto zu eröffnen. Ich finde die Machenschaften der deutschen Banken derzeit mehr als grenzwertig, haben sie seinerzeit die Girokonten zum Nulltarif verscherbelt, damit alle ins Online-Banking umsteigen. Damit die Banken Personal und Kosten einsparen können, werden heute aus Kostengründen Konteneröffnungen an Menschen mit weniger Geld regelrecht verhindert, da man da kein Geld mehr dran verdienen kann, oder nix da ist, was man mit geschickter Gehirnwäsche für dubiose Anlagegeschäfte abschwatzen kann. Selbst die Auszahlung des Kindergeld hat man anderthalb Jahre verweigert. Recht und Gesetz interessieren diese Bank in keinster Weise. Banken sind hochgradig kriminell und selbst der Gesetzgeber schafft keine Handhabe dagegen, vielleicht auch deshalb, da der Staat selbst zu tief in der Kreide steht? Eine sehr fragwürdige Entwicklung. Ich setze auf Bargeld so oft es nur geht. Das dürfen wir uns nicht wegnehmen lassen, sonst sind die normalen Bürger verloren und verraten.

von Stefan

Mir erging es genau so. War 40 Jahre lang bei der VB Kunde, bekam sogar die Urkunde, war auch lange Mitglied. Hatte bisher nie Probleme, habe mir nie was zu Schulden kommen lassen etc. Dann hatte die Bank plötzlich das erste Mal eine Kontenpfändung aufgrund eines Pamphlets akzeptiert und ich wurde stinkesauer. Die Pfändung kam vom Zollamt, ohne Unterschrift, kein Aktenzeichen, nicht gesagt wofür, in Höhe von 136,00 Euro. Da habe ich der Bank gesagt, sie seien kriminell, solche Sachen zu akzeptieren. Die hatten wegen dieser Summe von 136,00 das ganze Konto dicht gemacht. Ich fragte, wofür die Pfändung sei, darauf die süffisante Antwort: Das weiß ich nicht und das haben wir auch nicht zu prüfen, wr haben sie nur durchzuführen. Daraufhin wurde ich stocksauer und schrieb ihnen einen bösen Brief, der ihnen nicht passtt, dann kam sofort die Kündigung.
Nun habe ich die Sache der BaFin gemeldet, mal sehen, was jetzt kommt. Die Bank hatte keinerlei Grund, das Konto zu kündigen, denn die haben kriminell gehandelt.

von Rosemarie

Auch ich wurde von der ING-DiBa abgelehnt. Situation: nach 8 Jahren Auslandsaufenthalt und deutscher Staatsbürgerschaft wurde mir der Zugang zu einem Basiskonto verweigert. Ohne Begründung.

von Daniela S.

Streicht die ING-DIBA aus der Liste! Auch ich habe bei der ING-DIBA kein Konto bekommen! Ich habe ca. 8 Jahre im Ausland gelebt und hatte in diesem Zeitraum auch kein Konto mehr in Deutschland. Nun bin ich zurück, habe einen Arbeitsvertrag, der am 01.10. beginnt, bin deutscher Staatsbürger und bekomme kein Konto. Der grund ist: "berufliche Situation und unbefristetes monatliches Einkommen" und "langjährige Erfahrungen aus dem Kreditgeschäft". Die Beschwerden an die zuständigen Stellen gehen die Tage auch raus!

von Fahrettin S.

ING-DiBa, nur wegen meiner schlechten Schufa (wegen Insolvenz, die schon erledigt ist) gibt sie mir kein Konto!

von Marko

Auch ich habe heute schriftlich mitgeteilt bekommen, dass man nach sorgfältiger Untersuchung zu dem Ergebnis gekommen ist, von einer Geschäftsbeziehung Abstand zu nehmen.
Beantragt habe ich ein Basiskonto. Bei Betrifft steht aber, Antrag und Eröffnung eines Postbank Privatgirokontos. Das kann man jetzt natürlich verstehen wie man will.

von Thomas

Ich bin inzwischen innerhalb von 8 Monaten bei zwei Banken laut deren AGBs gekündigt worden. Gründe werden so oft man auch nachfragt keine genannt. Im ersten Fall (HypoVereinsbank seit 20 Jahren Kunde) wurden auch allen meinen Geschäftspartnern, die regelmäßige Zahlungen von mir erhielten oder Geld an mich überwiesen, gekündigt (8 Personen und Firmen). Die zweite Bank (Postbank dort seit 27 Jahren) hat ebenfalls ohne jede Begründung gekündigt und sich auf Ihre AGBs berufen. Den Hintergrund kann ich nur erahnen, bin aber sicher, dass es mit den Ermittlungen eines bayrischen Kriminal-Beamten zusammenhängt, der seit 2014 nicht davon ablässt, eine angebliche Urkundenfälschung zu verfolgen. Ich habe keine Vorstrafen, keine Schulden und kein Mensch hat jegliche Forderungen gegen mich. Aber wegen eines Kriminal Beamten verliere ich ein Bankkonto nach dem anderen, denn er greift immer wieder auf meine Konten zu. Was mir egal ist, denn das Finanzamt und der Polizist werden nichts finden, weil ich seit 27 Jahren absolut seriös meine Geschäfte führe. Nur bin ich wegen dem ständigen Wechseln meiner Kontoverbindungen nun ernsthaft in Gefahr, keine Geschäfte mehr abwickeln zu können. Nur kann ich das nirgends einklagen oder gegen diese Willkür etwas tun.

von Anders

Moment mal ! Es geht hier darum, dass die Banken Flüchtlingen Konten verweigern, wenn sie keine amtlichen Ausweispapiere vorlegen können. Geht doch mal als Deutscher zur Bank und legt denen keinen Personalausweis vor. Dann bekommt Ihr auch kein Konto.

Eine Registrierungsurkunde basiert alleine auf den Angaben des Eingereisten. Der kann auch einen vom Pferd erzählt haben. Da ist es schon richtig, dass gerade die Deutsche Bank und Commerzbank so handeln.

von Thorben

Ich habe auch kein JedermannsKonto bekommen - ohne Begründung.
Obwohl ich kein anderes Konto besitze und keine offenen Forderungen bei einer Bank habe.

von Ludwig F.

Cooler Bericht! Echt traurig und beschämend was in Deutschland so alles abgeht. Den Reichen wird die Rosette gekrault und den Armen wird ans Bein gepisst. Man ist nur was wert wenn man wer ist, menschsein reicht da nicht. Ist ja leider in sehr vielen Bereichen so. Für mich sind Banken und Politiker eh Mafiosies.

von Hoschi Honk

Die Selbstverpflichtung der Banken für das Jedermann-Konto war nicht mal ansatzweise das Papier wert, auf dem es vereinbart wurde. Die Deutsche Bank lehnte es bspw. ohne weitere Auskünfte rigoros ab, ein solches Konto einzurichten. Auf den Hinweis, dass es eine Selbstverpflichtung der Banken gäbe, wurde mir mit lächelnd mitgeteilt, dass deren Filiale nicht daran teilgenommen hätte und es ihnen egal ist, was die Zentrale macht. Ich hätte auch sofort die Filiale zu verlassen, weil ich ab sofort Hausverbot hätte und bei Weigerung mit Hilfe der Polizei aus dem Hause geführt würde. Als ich später mit einem Zeugen erneut die Filiale betrat, wurde mir das Gleiche mitgeteilt inklusive der Bitte, die Filiale nun zu verlassen, da sie nur für ihre Kunden gedacht sei - und ich sei und werde keiner. Nur vom Hausverbot und der Polizeiandrohung war im Beisein meines Zeugen keine Rede mehr.

Und bei dem neuen Gesetz wird sich daran nichts ändern, denn die Gebühren werden einfach so hoch angesetzt, dass die Interessenten freiwillig von einer Kontoeröffnung Abstand nehmen.
Einige Banken berechnen übrigens bei Konten, die sie für Hartz-IV-Empfänger eingerichtet haben, wieder Rücklastschriftgebühren, obwohl sie gesetzlich untersagt sind. Wer sich darüber beschwert, erhält einfach die Kündigung des Bankkontos.

Bei derartiger Willkür der Banken, die sich über das Gesetz erheben und Gerichtsurteile so wenig anerkennen wie ein unter den Tisch geklebtes Kaugummi, haben gute Absichten allein weder Sinn noch Zweck. Ein Gesetz, dass die Banken sanktionsfrei schalten und walten lässt, ist so wirkungsvoll wie eine Schneeflocke im Hochofen, die die Glut kühlen soll.

von Georg H.

Ich Bank - Du nix. Die Banken lassen Flüchtlinge einfach wegtreten. Dazu nutzen sie einen Trick. Die vorgelegten Ausweispapiere werden einfach nicht anerkannt. Und irgendein Bafin-Wisch wird da vorgezeigt mit dem sich offenbar jedes vom Bundestag beschlossene Gesetz auf der Stelle für ungültig erklärenlässt. Das gilt dann einfach nicht.
Das entscheidet jede Compliance-Tante in der Filiale selber.

Das ist als wenn der Zöllner sich an der Grenze überlegen darf ob er deinen Reisepass anerkennt oder nicht. Banken degradieren Ausweispapiere die von offiziellen Ausländerbehörden und Meldeämtern ausgereicht werden einfach zu Klopapier und damit hat sich das. Die Überheblichkeit des Finanzsektors nimmt immer groteskere Formen an. Und der Gesetzgeber schaut zu. Ich Bank - Du nix.

von Steffen K.